Archiv für März 2010

theatralische Beschreibung des desolaten Gesundheitszustandes

März 31, 2010

Ich leide…

 Ich habe Urlaub und ich arbeite und ich bin krank und ich leide. Denn eigentlich habe ich Urlaub, denn ich habe Resturlaub und Nochurlaub und Vor-dem-neuen-Job-Urlaub und Verdammtnochmaldenhab-ichmirverdienturlaub, eigentlich habe ich Urlaub. Wenn dann nicht mein Chef angerufen hätte (der alte, der bis zum 1.4. gerade noch so Chef) und gefragt hätte, ob ich nicht kommen könne: Nachmittagsnachfolgekollegin krank, Vormittagsfestangestellte ungewillt 13Stunden zu arbeiten, Nachmittagsnotkollegin nicht eingewiesen, noch nicht mal ein bisschen. Das war Freitag, Freitag als ich in München war, Freitag vor meiner Grippe, Freitag, an dem ich für Dienstag zusagte, weil man eine frische Ersttagskollegin nicht einfach so allein da sitzen lässt im Nirvana der Ahnungslosigkeit und ich eben Dienstag wieder in Hamburg war.

Ich leide, denn seit Samstag zwingt mich mein Körper in die Knie: Meine Stimme hört sich wahlweise an wie die von Minnie Mouse oder Darth Vader. Wenn ich ein Quäntchen Frühlingsluft einatme oder ein Quäntchen Raumluft oder irgendein anderes Quäntchen Luft scheint es, als ob sich der Feinstaub (der ja inzwischen angeblich in jedem Luftquäntchen zu finden ist) zu einem Klettbandknäull entwickelt, welches ich dann versuche energisch runterzuatmen. Dies endet in einem stürmischen Hustenreiz, dem ich nachgebe und der mein Kleinhirn schwungvoll gegen die vordere Schädelplatte donnern lässt. Der charmante Nebeneffekt ist, dass ich beim Husten ein ganz neues Körpergefühl entwickele. Beispielsweise fühlt es sich an, als ob meine Schlüsselbeine auf Wanderschaft gehen von unter der Haut gen über die Haut. Von unter nach über die Haut wandern auch meine Fingerknöchel, das hat aber nichts mit dem Husten zu tun, sondern mit den Gliederschmerzen, die sich neben explodierenden Fingerknöcheln in nahezu jedem beugbaren Glied bemerkbar machen, außerdem kann ich erspüren wo die Rippenbögen auf die Wirbelsäule treffen – juhuuu, anatomische Selbsterkenntnisse… Schnupfen ist zum Glück aus, das einzige was läuft sind Tränen aus meinen Augen, denn Grippe geht innerfamiliär mit tränenden Augen einher und Lichtüberempfindlichkeit.

Wie gesagt ich leide, weil mein toller Urlaub ätzend ist zwecks Grippe und zwecks verfrühtem Ende, weil ich das Rettungsschiff bin, welches die neue Kollegin nicht im Ahnungslosnirvana sitzen lässt, sondern aushilft und arbeiten geht und einweist und genervt ist, weil ich fern von Gesundheit, noch ferner von Urlaub und viel zu nah am neuen Job bin. 

Thema neuer Job: Morgen geht’s los, ich hab Schiss und – ach ja – ich leide.

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ich packe meine Koffer

März 24, 2010

Ich bin der perfekte Fluchthelfer, nicht nur dass ich eine Wohnung unter drei Stunden in sieben Kisten packen kann, ich bin auch ein guter Kofferpacker.

Meine Internatsbeliebtheit stieg gen Freitag (zwecks Heimfahren) sprunghaft an, was einzig und allein daran lag, dass ich einen ganzen Kleiderschrank in ein Gepäckstück verstauen kann und das ohne Zuhilfenahme einer Schere. So gehörte es zum regelmäßigen Freitagsritus, dass man durch die Gänge schallen hörte: „Lies, der Koffer, zwei Handtücher, ein Bademantel (wahlweise zu ersetzten durch ein Wintermantel und zwei paar Boots)!“. Keine Zeit für ganze Sätze, denn der Bus zum Zug fährt in 10 Minuten.

In 10Minuten kann ich mit jedem Koffer Freundschaft schließen, den gesamten Kofferinhalt noch mal ausräumen, wieder wohl sortiert und entgegen der Suboptimalität füllen und Winter-, Bademantel, zwei paar Boots und drei Strandlaken dazu packen.

Kennen Sie die Spülmitteltabwerbung? Tab-in-Tab-inTab-in-Tab (lesen Sie diese Worte so oft und schnell bis es sich anhört wie eins und flüssig aus der Mundhöhle rutscht), nachdem der letzte Tab eine rote Kugel für Glanz ist und der erste der untere weiße Teil, der zweite blau direkt darüber und der dritte vollkommen unvorhanden scheint…

Egal, zurück zu Koffern und Kofferpacken: Kofferpacken ala Lott funktioniert nach Tab-in-Tab-in-Tab-in-Tab-System (sehen Sie, gut dass Sie geübt haben). Schlüppers in die Schuhe, Strümpfe auch, T-Shirts und Schals gerollt in Stiefelschäfte und Handtücher – flach über den gesamten Kofferinhalt gelegt und die Ecken in die Kofferränder geschnubbelt – zum Festsurren der verschiedenen Kofferlagen und Beieinanderhalten der einzelnen Füllbestandteil. Durch die Fixierung gibt es wenig Knitteranfälligkeit und mehr Platz, der Koffer ist zwar doppelt so schwer wie gewöhnlich, aber irgendwas ist ja immer, nicht?

Wenn man sich dann noch farblich ein bisschen vorentscheidet kann man auch als Frau mit der Fähigkeit überzeugen, mit nichts außer einer Hutschachtel in den Wochenendtrip zu starten und trotzdem vier Tops, massig Wäsche, zwei Hosen, einen Rock, zwei Kleider und drei paar Schuhe dabei zu haben, eine Fähigkeit, die bei Männern immer wieder grenzenloses Erstaunen auslöst. 

Ach ja, der vorgefahrene Koffer ist keine Hutschachtel, der vorgefahrene Koffer ist voll mit ein paar Kleidungsstücken meinerseits und einigen Kleidungsstücken Yvönnsches (Restbestände vom Weihnachtsbesuch), sowie einem Nachgeburtstagsgeschenk ebenfalls Yvönnsches und außerdem ein Bratapfelbräter eigentlich sind es sogar zwei. Wenn ich zurückreise werden sich meine Kleidungsstücke vor Einsamkeit in dem Koffernirvana in die Zerknitterung flüchten und ich werde bügeln müssen, aber na ja irgendwas ist ja immer!

In dem Sinne: München ich komme!

Abschiedsausbeute

März 23, 2010

Ein großer Strauß Blumen, ein kleiner Blumentopf voll (todgeweihter, meine Beziehungen zu Topfpflanzen sind nur begrenzt euphorisch) Primeln in rosa, ein Thermosbecher, ein sich – dank Magnetismus – knutschendes Schreibset alias Füllfederhalter und Kuli, ein kleiner Beschützertontopfengel, zwei Glück-Erfolgsbücher, ein USB-Stick, ein Plüschosterhase mit Osterei und eine Karte mit massig Glücksschweinen darauf…

…das ist die Abschiedausbeute.

Abschiede haben immer den faden Beigeschmack von „für immer und ewig“ und zwar nicht das Grimmsche „glücklich für immer und ewig“. „Für immer und ewig“, obwohl man sich vornimmt sich zu melden und sich mal in der Mittagspause zu treffen oder E-Mails zu schreiben.

Manchmal und mit manchen klappt das.

Viele andere Male klappt das nicht. Weil viel zu tun ist, weil man nicht so viele Mittagspausen wie Mittagspausenrestbekanntschaften hat, weil es manchmal anstrengend ist, die Leute auf dem Laufenden zu halten, weil man sich auseinander entwickelt oder nie so nah beieinander war, wie man sich dachte…

Und nach einigen Jahren ist es dann komisch, wer „übrig“ bleibt, wer wieder kommt, wer noch anruft und wen man noch zurück ruft.

Mein Abschied gestern war eine warmherzige Angelegenheit, es gab dreierlei Kuchen (ich hab gebacken); ich arbeitete mit meiner Nachfolgenachmittagsschichtlerin zusammen und hatte nur die Der-gute-Tipp-Aufgabe, mein Chef bot mir telefonisch an jederzeit zurückkommen zu können (mit dem Zusatz, dass wir über die Kohle ja auch noch mal sprechen könnten – not bad); eine Kollegin sagte, ich solle mich nicht fürchten, denn dieses Lächeln (also meins) öffne mir jede Türe (charmant nicht?); Herr Albers vermisste den Elefanten; meine Im-Haus-Chefin wiederholte gefühlte hundert Mal: „Wenn was ist Kleene, rufste an.“; die frisch aus dem Urlaub zurück gekommene Vormittagsfestangestellte lud mich zu ihrem Geburtstagsevent ein (in Form vom Pulverfaßbesuch aufm Kiez); die Agrikulturabteilung stand gesammelt vorm Tresen und verabschiedete sich gesammelt, wobei der Nachfolgenachmittagsschichtlerin eine Träne über die Wange lief…

– mir nicht und das wo ich doch so eine Abschiedsheulsuse bin.

Ich denke, es ist ja vielleicht nicht für immer. Ich kann vorbei gehen, das Gebäude steht da schon seit über 100Jahren und wird es wohl dann immer noch tun. Wir können mailen, telefonieren oder uns zum Mittagsessen treffen.

die Crux mit der Figur

März 18, 2010

Spätestens wenn aus der Waage ein Zettelchen raus kommt, auf dem zu lesen ist: „Bitte nicht in Gruppen drauf treten“, sollte nachgedacht werden.

Also, Zettel dankend erhalten.

Ich ging zu einer Endokrinologin, einer blonden Dame, mittelalt so um die 40, mit Helmfrisur, High Heels und Eiseblick. Die bei mir schlicht der blonde Lord heißt, was ich ihr aber nicht mitteilen werde.

Nach einem Test, weiteren Test und vielen anderen Test fiel ihr Urteil.

  • „Frau von Lott, ihr Körper verarbeitet keine Kohlenhydrate oder zumindest nicht so wie er sollte, bitte verzichten sie daher auf sie – zur Gänze!“
  • „Wie bitte?“ (vor Fassungslosigkeit schrumpfte mein sonst so wohlwollendes Sprachzentrum)
  • „Keine Kartoffeln, kein Reis, keine Nudeln, kein Brot, kein Mehl in jeglicher Form, auch keine Stärke, kein Zucker, kein Honig, keine Süßungsmittel, keine Bananen, keine Säfte, kein Alkohol, keine zuckerreduzierten Säfte.“

 

Ein weiteres Schmankel dieser Nahrungsumstellung ist, dass zwischen den Mahlzeiten mindestens fünf Stunden abgewartet werden muss. Was die Sache nicht minder schwierig macht und organisatorische Glanzleistungen erfordert.

Aber um es mit unserem (Frau Bärchenstreichs und meinem) Lieblingsunisatz zu sagen: „Eine neue Runde, eine neue Wahnsinnsfahrt.

Meine Einkaufwagenfüllungen sehen recht abstrakt aus und ich bin froh, dass ich kein Vegetarier bin oder gar Veganer, denn das würde mich wahrhaftig deprimieren. So reihen sich neben ernährungsumstellwichtigen Obst- und Gemüsesorten Joghurt, diverse Käsesorten alles in Vollfettstufe, Gehacktem (nein, kein Tartar), Fisch, Quark, Schinken und Linsen in meinen Einkaufswagen. Bratwürtschen oder Scheibenwurst bleiben außen vor, nicht wegen des Fettes, sondern weil auf den Beipackzetteln immer steht: „Juhuu, auch hier ist Stärke drin.

Juhuu, auch hier ist Stärke drin.“, ist mein aktueller Antisatz, denn selbst auf meinem Lieblingstomatenmark steht das drauf ebenso wie auf auf vielen Frischkäsesorten.

Jammi, die beste Unifreundin hat das System mein Feind das Kohlehydrat schon gut erkannt und startet Zeitverbringanfragen, die Lebensmittelaufnahme einschließen, nun mit der Frage: „Steak außer Haus, Tomaten-Morzarella vom Italiener oder Ofenkäse vorm Fernseher?“ Eine Frage, die ihr als angehender Köchin sicher nicht ganz so leicht fällt. Aber sie kennt das ja schon, sie hat das letztes Jahr schon mal mit gemacht!

Fürs Protokoll: Ich leide nicht.

Der Vorteil beim Ganzverzicht ist, dass sich bestimmte Fragen nicht stellen. Fragen ala „Ob ich heute ein kleines Stück Streuselkuchen essen kann, wenn ich dafür morgen mit dem Rad um die Alster fahre!?“ und wenn jemand ein Stück Kuchen anbietet, ist die Antwort „Nein danke, mein Körper verkraftet keine Kohlehydrate…“ so ein Gesprächskiller, dass man sich seichtes „Aber ein Kleines ist ja nicht soooo schlimm.“ des Gesprächspartners erspart und dafür einen verständigen Gesichtsausdruck erntet.

Als ich die kohlenhydratfreie Lebeweise das erste Mal testete (für drei Monate), dachte ich, ich würde anschließend nie wieder eiweißhaltige Lebensmittel essen. Damit das dieses Mal nicht passiert gönne noch mir am Wochenende einen Tag Teilzeitverzicht vom Ganzverzicht und esse was ich mag und das in Form von Kohlehydraten, aber weiterhin mit fünf Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten.

alles kriegt Kinder

März 17, 2010

In meiner näheren Umgebung sehen unglaublich viele Frauen so aus, als hätten sie halbe Medizinbälle zum Frühstück gehabt. Kurz vorm Platzen sozusagen.

Und die, die nicht Platzen, sind gerade kurz nach dem Platzen und fahren Frischgeschlüpftes mit Kindertransportbehältnis vor sich her.

Ich will auch, also kein eigenes. Aber so eins, dass ich ab und zu mal an die Füße fassen kann (ja, ich weiß, das ist eine komplett-falsche Artikelform, aber in diesem Fall – glauben Sie mir – muss das so), das wär schon was. 

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es nichts Frischgeschlüpftes und es ist auch nichts in Aussicht. Dabei wäre ich die wirklich perfekte Tante. Perfekte Tanten müssen nämlich eine ordentliche Schusssocke haben. Da müssen Höhlen gebaut werden aus alten Laken, es sonntags auch mal Brownies zum Frühstück geben und zur Mutter gesagt werden, dass es Vollkornmüsli gab, während sich die Schokokrümmel noch in den Mundwinkeln verstecken. Außerdem muss irgendjemand den Lütten doch beibringen, dass es Konsum heißt und nicht Supermarkt oder sie zum nächtlichen Sternschnuppengucken wecken. Des Weiteren hab ich Ketten, Schals und High Heels, bin also gut gerüstet für sämtliche Verkleidungsspiele. Ach ja, die Schusssocke habe ich natürlich auch!

Summa summarum zum anständigen Erwachsenwerden braucht es einfach eine leicht irre Tante, dann steht man den Absonderlichkeiten des Lebens offener gegenüber.

der monkische Einrichtungswahn

März 17, 2010

Meine Wohnung – eine Gedankenbaustelle.

Irgendwas ist ja immer und auch wenn das Schlafzimmer ein akutes Leistenproblem hat (dazu vielleicht ein ander Mal mehr), kreisen meine Gedanken ums Wohnzimmer und die optimalste Stellvariante.

Das Wohnzimmerhauptproblem sind die Bücher, denn ich mag Bücher, am liebsten Bücherbände in Bücherwänden, die farblich perfekt zu meinen auserwählten Dekofarben gehören und alle die gleiche Höhe, vor allem aber Tiefe haben. Ich besitze nur leider keine Bücherbände für Bücherbände, sondern nur Bücher.

Sie sind alle in Höhe und Tiefe unterschiedlich und farblich, ach ja farblich. Schlicht, es passt mir nicht, weil sie für meinen monkischen Charakter quasi uneinsortierbar sind…

Sicherlich könnte ich eine kleine Bücherverbrennung auf meinem Balkon erwägen, aber Bücher verbrennt man nicht insbesondere nicht meine Modedesign-Goldschatzbücher.

Neben einer Bücherproblemlösung hätte ich auch gern ein Schubladensideboard, da ich nur offene Regale habe, aber ein geschlossenes Unordnungsversteckdingili auch ganz adrett fände. Das schönste aller schönen Schubladenschränkchen ist leider im Bereich des Unerschwinglichen, daher lande ich beim Schweden, bei einem Sideboard mit dem ich schon seit längerem liebäugle.  

Das Sideboard löst jedoch nicht das Bücherproblem, stellt aber ein weiteres neues. Das Sideboard ist elfenbeinfarben und meine halbhohen Billyregale (es sind fünf an der Zahl) auch, trotzdem möchte ich nicht, dass das Sideboard umgeben von Billyregalen steht, sondern allein wirken kann. Theoretisch kein Problem, praktisch allerdings schon, denn vor einem der Billyregale steht mein Esstisch, der ragt in den Raum. Auf diesem „Esstisch-Billyregal“ und seinem Nachbarn befindet sich der tolle Holzstamm von Opa. Wenn ich jetzt die Regale wegstelle, fehlt mir die Stellfläche für den Stamm und auf den Stamm verzichten, kommt nicht in Frage.

Schön, wenn man keine anderen Probleme hat, nicht?

Die Lösung des Problems wäre eine Art Kasten in der Höhe, Breite, Tiefe des Billyregals, mit ausziehbarem Seitenteil für die Bücher… Bestenfalls in moosgrün!

Das Problem bei der Lösung des Problems: Wer soll den denn nun wieder bauen? Und wenn wer den bauen könnte, könnte der dann nicht auch einfach das tolle Schubladenregal bauen, welches für mich so unerschwinglich ist? Fragen über Fragen.

Thema Fragen: Ob mein monkisches Dasein irgendwann ein Ende findet?

Großputz – Teil 2

März 13, 2010

Nachdem ich gestern wie eine Irre Wilde alle Wollmäuse und Kabelsalatraupen beseitigt habe, nebenbei, die Sofakissen gewaschen hab und die restliche Wäsche gleich mit, ging der Putz- und Aufräumwahn heute weiter.

Ich sagte ja schon, dass ich mein Abwarterdmännchen getötet hab und mich nun – da sich die Wartezeit durch Kennys Tod (Kenny = der Verstorbene) auch nicht verkürzt – in grenzenlosen Aktionismus stürze und es anpacke.

Wobei „es“ so ziemlich alles sein kann.

„Es“ war heute der Keller. Mein Keller ist glücklicherweise klein, sonst neigt man ja doch sehr zum Sammeln und Horten, trotzdem voll, aber hauptsächlich voll gestellt. Also alles raus in den Kellergang und gleich mal sechs bis sieben weitere Keller zugestellt, aber egal geht ja schnell. Schnell bedeutet in diesem Fall circa zwei Stunden, in denen ich den Keller von seiner suboptimalen Aufteilung befreie. Die zwei Kellerregale stehen jetzt anders, der Rest auch. Ich habe es geschafft in meinem Schlauchkeller – schmal und lang – einen Laufgang zu integrieren, Regale, ältere Schränkchen und ähnliches sind jetzt zugänglich (wenn auch zu 90Prozent leer, ist halt so wenn die Kellerbefüllung hauptsächlich aus älteren Möbeln besteht, Hortzwang wohl überschätzt), Weihnachtsdeko und Schickedöns, Techniküberbleibsel und Co bestens verstaut, wiederfindbar und beschriftet.

Fegen hätte ich noch können, aber „Hallo, es ist doch ein Keller!“, drum bleibt er ungefegt, aber sortiert und das sogar mit Laufgang!