Archiv für April 2012

Blumen – von mir für mich

April 30, 2012


Frau Martens hat den gemacht. Frau Martens sieht aus wie ein kleines schrumpeliges Radieschen, nein das stimmt nicht Frau Martens Kopf sieht aus wie ein kleines schrumpeliges Radieschen nur nicht Rot. Der Rest von Frau Martens sieht eher aus wie ein Strohhalm. Frau Martens ist unsere Firmenblumenelfe und bastelt täglich Geburtstagssträuße im Wert von zehn Euro, meist mit Gerbera. Aber Frau Martens macht alles möglich – die Blumendealerin meines Vertrauens sozusagen.

Ob ich heiraten wolle, fragt sie. Als ich ihr das Bild schicke, dass wenn man drauf klickt eine Braut zeigt mit einem Strauß, der so ist wie der im Bild nur eben noch ein ganz bisschen anders. „Nein, dann hätte ich früher und hysterischer angerufen...“

Dieser Strauß ist für mich, weil man mit Blumen immer angelächelt wird, weil keine Gerbera drin sind, weil ich morgen Geburtstag und seit zwei Tagen Besuch habe, weil er zur Einrichtung passt und weil Blumen, die schönste Art von Verschwendung sind.

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(Spaghetti) Bolognese

April 29, 2012

Ofen an?

Ich bin keine Italienerin, aber Bolognese geht fast immer.  Hier mein unorginales aber nicht unorginelles Bologneserezept. Und weil mir die Geduld zum Schmoren fehlt, Bolognese aber definitiv ein Schmorgericht ist, befolgen wir einen simplen Jamie-Oliver-Küchentipp und backen Kuchen dazu…

Zutaten:

  • Olivenöl
  • 70g Speck
  • zwei Karotten
  • zwei Zwiebeln
  • zwei Knoblauchzehen
  • (und eine Handvoll Suppengemüse, wenn vorhanden, gefrostet ist auch okay)
  • drei Zweige Rosmarin
  • eine halbe Tube Tomatenmark (am besten das gute mit Würzgemüse)
  • 500g Gehacktes vom Rind
  • Chiliflocken
  • zwei Zweige Oregano
  • 100ml süßen Rotwein
  • zwei Dosen gestückelte Tomaten (a 400g)
  • eine kleine Handvoll getrocknete Tomaten (sechs Stück)

Zubereitung:

  1. Gemüse klein schneiden
  2. Speck klein schneiden und in Olivenöl anrösten
  3. wenn er Farbe hat, Gemüse dazugeben
  4. Rosmarin hacken, ebenfalls dazu geben und auf etwas Farbe warten, dabei weiter rühren
  5. Tomatenmark dazu
  6. Gehacktes auch
  7. und würzen – Chiliflocken, Salz und eventuell Pfeffer
  8. Oregano hacken und auch dazu
  9. mit dem Rotwein ablöschen und etwas einkochen lassen
  10. getrocknete Tomaten hacken
  11. getrocknete und Dosentomaten dazu geben, alles gut durchrühren, abschmecken…
  12. …und ab zum Kuchen, also in den Ofen (Temperatur? Alles über 150Grad ist super)
  13. deckellos zwei, drei Stunden dem Ofen anvertrauen
  14. nochmals abschmecken
  15. Pasta dazu kochen, mit Parmesan bestreuen (und zum Nachtisch ein Stück Kuchen genießen)!

Geschützt: Geht es dir gut?

April 28, 2012

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Rhabarber-Tarte mit Baiserhaube ohne Tarte

April 24, 2012

In vollem Optimismus aufs Sonntagsüß. Frau Otto-Norma(h)lverbraucher kam, guter Grund meine Backaversion und den unbegründeten Respekt gegenüber dem Blindbacken zu überwinden. 20:17 Uhr samtags, im Konsum (hab ich schon gesagt, dass ich HH für die Öffnungszeiten seiner Kosume/Komsums liebe?), die Friesin am Telefon. Rhabarber hab ich noch zu Hause und die Erinnerung an eine Zitronencreme-Tarte mit exorbitanter Baiserhaube auf Mürbteig aus einem unberührtem Backbuch im Kopf. Rhabarberkompott statt Zitronencreme – so wird ein Schuh draus, oder eben ein Sonntagssüß. Die Friesin blättert im Backbuch: „Mürbteig – Mehl, Eier, Puderzucker…“ Hab ich alles da.

Sonntags fest stellen, dass man kein Mehl im Haus hat, natürlich erst nachdem man die Butter zerstückelt und in die Rührschüssel gegeben hat – unbezahlbar!

Zutaten:

  • drei Stangen Rhabarber
  • 125g Zucker
  • drei Eiweiß

Zubereitung

  1. 75g Zucker in der Pfanne ankaramellisieren
  2. Rhabarber dazu und einen Schluck (vielleich 20 bis 50ml) Wasser, alles zu Kompott einkochen
  3. Eischnee machen
  4. Restzucker vorsichtig unterheben
  5. Kompott auf kleine Schälchen verteilen, Eischnee oben drauf
  6. bei 150Grad für 40 Minuten backen
  7. überzeugend vertreten, dass alles so geplant war („Tarte, hatte ich was von Tarte gesagt?„)

Ofengemüse mit Rosmarin

April 23, 2012

Kann man Steak zu essen – muss man aber nicht. Dip ist aber auf jeden Fall eine gute Idee: Wir – Frau Otto-Norma(h)lverbraucher und ich hatten eine Quark-Creme-Fraiche-Mischung mit getrockneten Dip-Kräutern aus diesem Urlaub.

Zutaten:

  • sechs Kartoffeln
  • Olivenöl
  • Meersalz
  • drei Zweige Rosmarin
  • zwei rote Zwiebeln
  • zwei Knoblauchzehen
  • drei Karotten
  • 2TL Puderzucker
  • ein halber Monsterkohlrabi
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Kartoffeln stifteln
  2. Kartoffeln auf dem Backblech verteilen
  3. Olivenöl über den Kartoffeln verteilen (vielleicht so sechs bis sieben EL)
  4. Meersalz darüber verstreuen
  5. Rosmarinnadeln ebenfalls
  6. für die sinnliche Lebensmittelerfahrung händisch alles ordentlich vermengen
  7. Ofen auf 180Grad…
  8. …und Kartoffeln samt Blech rein
  9. 20 Minuten extrem geduldig sein und währenddessen das restliche Gemüse klein schneiden
  10. Blech wieder raus, restliches Gemüse dazu
  11. Puderzucker drüber streuen, pfeffern
  12. umrühren
  13. wieder in den Ofen für weitere 20 Minuten

 

Ach ja, Frau Otto-Norma(h)lverbraucher war mit Nachwuchs da, der sich ganz prima benommen hat und seine Patentante ganz wunderbar findet – was auch sonst!

Brotpudding

April 22, 2012

Weil die Mutti gestern da war, sie so gerne warmen Nachtisch isst und wie durch Wunderhand der Balkon plötzlich ganz frühlingsfit und frisch bepflanzt ist, gabs:

Zutaten: 

  • drei Brötchen (circa 210g, gerne altbacken)
  • 200ml Milch
  • 60ml Sahne
  • je drei Stück Vollmilch- und dunkle Schokolade
  • 50g Zucker
  • etwas Zitronenabrieb (circa 1 TL)

Zubereitung:

  1. Brötchen würfeln
  2. Brötchenwürfel 10 Minuten in der Milch einlegen
  3. Schokolade ebenfalls würfeln
  4. alles zu den Milchbrötchenstücken geben du vermengen
  5. Auflaufförmchen befüllen
  6. im Wasserbad bei 180Grad für 40 Minuten garen lassen
  7. dann weitere 10 Minuten ohne Wasserbad backen 

Ach ja, wir hatten dazu Vanillesoße und Rhabarberkompott. Sehr empfehlenswert.

Einladung

April 20, 2012

Wer Gäste will, muss einladen.

Zutaten:

  • alte Registermappen (samt der lustigen Plastik-Clips)
  • kariertes Papier in Recyclingoptik
  • alte Fotos (in diesem Fall die Mutter meines Opas in jungen Jahren mit ihrem Bruder, auf einen adretten Sessel mit Samtornamenten, was das Bild leider nicht her gibt)
  • DYMO (ein Labelprintgerät) samt Band
  • Buchstaben-Stempel
  • schwarzes Stempelkissen
  • schwarzen Stift
  • weißen Lackstift
  • Brieföffner
  • und die Klassiker: Lineal, Kleber, Schere