Archive for the ‘Dessert’ category

Zitronenkuchen-Pralinen

Februar 17, 2013

Letztes Jahr auf dem firmeneigenen Fußball-Sommerfest gab es zum einen die Gelegenheit Franz Beckenbauer kennen zu lernen, was zu sehr viel Erheiterung führte, nicht wegen Franz Beckenbauer an sich, sondern weil ich – die Fußballwelt zur Gänze ignorierend – zwar im Groben wusste, wer Franz Beckenbauer ist, aber als er kurz vor dem Sommerfest am Empfang vor mir stand, Namen und Gesicht nicht überein bringen konnte, er nahm’s mit Fassung… …Die andere Gelegenheit (ja ich weiß der Satz war lang und ich bin vom Thema abgekommen um die kleine Franz-Beckenbauer-Anekdote unterzubringen, aber es ging um Gelegenheiten) war mal so einen Cake-Pop bzw. Kuchenlolli zu probieren und gleich ein Fan von Kuchenlollies zu werden.

Nach dem die Friesin mir zu Weihnachten als kleine Kuchenlollibotschaft, Kuchenlollistiele schenkte, war der Vorsatz für die Faschingsparty Kuchenlollies zu backen gefasst. Wie das aber immer so mit den Vorhaben ist, erstens kommt es anders als man denkt und zweitens brauche ich für bestimmte Vorhaben eben einfach ein Yvönnschen, die die Geduldsaufgaben übernimmt. Geduldsaufgaben wie 35 Kuchenbällchen mit Schokolade ummantelt, hört erstmal nicht nach einer großen Herausforderung an, aber wer mal die Zeit, die Schokolade braucht um von dem flüssigen in den festen Aggregatszustand zu wechseln, mit Stieldrehen überbrückt hat, weiß was Geduld ist.

Zitronenkuchenpralinen

So viel Geduld habe ich nicht, aber manchmal ist die einfachste aller Lösungen auch die eleganteste…

Zutaten:

  • 240g Butter
  • 220g Zucker
  • ein gehäufter TL Vanillinzucker
  • eine Prise Salz
  • vier Eier
  • Abrieb von drei Zitronen
  • und Saft von zwei
  • 240g Mehl
  • 80g Butter
  • 150g Frischkäse
  • 150g Puderzucker
  • zwei EL Zitronensaft
  • 200g Puderzucker oder Lollistiele und viel Kuvertüre

Zubereitung:

  1. 240g Butter anschmelzen lassen
  2. Zucker, Vanillinzucker und Salz unterrühren
  3. Eier dazu
  4. Zitronenabrieb und Saft von zwei Zitronen ebenfalls
  5. Mehl sieben (Oma sagt, dann wird der Kuchen fluffiger und Omas haben bekanntlich immer recht) und ebenfalls unterrühren
  6. Kuchen in einer gut eingefetteten Springform für circa 45 bis 50 Minuten bei 140 bis 150 Grad backen, wichtig dabei der Kuchen darf nicht dunkel werden
  7. Kuchen erkalten lassen, dunkle Stellen abschneiden
  8. restlichen hellen Kuchen zerkrümeln
  9. verbleibende Butter (80g) verflüssigen (bestenfalls durch Wärmezufuhr)
  10. Frischkäse, 150g Puderzucker und Zitronensaft dazu geben
  11. und die Masse auch Frosting genannt mit den Kuchenkrümeln verkneten
  12. kleine Bällchen a circa 30g formen
  13. zum fest werden ein paar Stunden im Kühlschrank parken
  14. die Geduldigen können jetzt Lollistiele reinpieksen und sich am Schokoladenüberzug probieren, alle anderen rollern die Bällchen jetzt schlicht in Puderzucker und servieren sie leicht gekühlt

Die Faschingspartykinder (ja Unterpunkt 23 ist auch schon erledigt) mochten sie gerne. Fast alle sind leer geworden, superhübsch und wunderbar saftig-matschig und wer findet, dass matschig ein erstrebenswertes Kuchenattribut ist, hat schlicht keine Ahnung – mhhh!

Rolo-Torte für Menschen, die nicht wissen, wer oder was eine Kalorie ist

September 24, 2012

„Kalorien sind das nicht die Tiere, die nachts meine Kleidung enger nähen?“

Sollten sich nach Gewichtszunahme sehnen – es gibt ja solche Menschen, oder über den Stoffwechsels eines Spitzensportlers verfügen oder dringend den gewonnenen Mehrraum in Ihrer ausgeleierten Lieblingsjeans ausfüllen wollen: Dies ist Ihre Torte, alle anderen sollten Sie trotzdem probieren und die Kalorien einmal Kalorien sein lassen.

Wie es dazu kam: Schon vor geraumer Zeit sah ich die Torte zusammen mit meiner reizenden schwedischen Kollegin in einem australischen Backblog. Es war um mich geschehen, ich wollte sie in aller Dringlichkeit nach backen und kam genau bis zur Herstellung von Dulche de Leche, da es im Konsum meines Vertrauens keine Rolos gab und anschließend keine Anlässe. Am Mittwoch hatte die reizende schwedische Kollegin nun Geburtstag und felt a little homesick (wir gelegentlich Englisch), so dass keine recht Geburtstagsvorfreude aufkam. Weshalb ich anbot ihr die Torte sozusagen als Anti-Geburtstagsblues-Torte zum Geburtstag zu schenken. Sie lehnte ab, das war Montag zum Feierabend um fünf. Drei Stunden später bekam ich eine SMS, aus der quasi der Vorfreudenspeichel (iiih ist das ein ekliges Wort – macht nichts) lief: „Liebe Kollegin, wenn du wirklich möchtest und es dir nicht zu viel Arbeit macht würde ich mich doch sehr freuen, wenn du diesen fabelhaft sündhaften Rolo-Kuchen backen würdest. Ich kaufte bereits eine Kuchentransportbox und zehn Packungen Rolos.“

Zutaten:

  • 750g Butter
  • 400g dunkle Schokolade
  • 8 Eier
  • 400g Zucker
  • 400g Mehl
  • 1TL Salz
  • zwei Packungen Rolos
  • 200g dunkle Schokolade
  • 200g Vollmilchschokolade
  • 100ml (Konditor)Sahne
  • 125g Frischkäse
  • 25g Butter
  • weitere sechs Packungen Rolos

Zubereitung:

  1. 750g Butter und 400g dunkle Schokolade im Wasserbad schmelzen
  2. nebenbei Eier und Zucker schaumig rühren
  3. Mehl und Salz unterheben
  4. und schließlich das geschmolzene Superkaloriengemisch aus Schokolade und Butter
  5. Masse in zwei Springformen (halb, halb) geben und pro Springform eine Packung Rolos in den Teig drücken
  6. dann bei 150 Grad (nicht Umluft) für 30 bis 35 Minuten  backen, aufpassen dass er sabschig bleibt
  7. etwas auskühlen lassen
  8. Böden aus der Form lösen
  9. den unteren bzw. als unten auserkohrenen Boden auf eine Kuchenplatte legen (geht gut unter zu Hilfenahme eines großen Brettchens), dann ordentlich viel Dulche de Leche darauf verteilen
  10. dann den oberen Boden vorsichtig auf den unteren legen – dank der schlotzigen Dulche de Leche ist Gerade-Ruckeln kein Problem
  11. sich energisch freuen, dass das so gut geklappt hat
  12. restliche Schokolade im Wasserbad schmelzen
  13. Sahne, Frischkäse und Butter unterrühren
  14. sich in Geduld üben, damit die Masse etwas anziehen kann
  15. bei schlotzig-cremiger Streichfestigkeit die Pampe über dem Kuchen verteilen
  16. die restlichen Rolos halbieren und einen Rolo-Berg auf dem Kuchen bauen
  17. dann noch etwas kühl stellen und fertig – die Arbeit lohnt sich

noch zwei-drei Anmerkungen: Mit den oben angegebenen Zutaten habe ich eine große Springform (28cm Durchmesser) gebacken und eine sehr kleine (10cm Durchmesser), da ich für die kleine Form aber nur pro Boden vier EL Teig brauchte, können die Mengen für eine große Torte schlicht beibehalten werden. Die Torte Torte reicht als Hauptnahrungsmittel entspannt für 20 Personen, die danach sagen: „Mir ist schlecht, aber es war sooooooo lecker.“ Und ach ja, reizende schwedische Kolleginnen entzückt sie ganz besonders.

Dulche de Leche

Juli 2, 2012

– aus dem Spanischen: „Süßes aus Milch oder Milchkonfitüre“ oder schlicht das einfachste Rezept der Welt

Zutaten:

  • gezuckerte Kondenzmilch in der Dose

Zubereitung:

  1. Kondenzmilchdöschen geschlossen in den Topf stellen, Wasser auffüllen bis das Kondenzmilchdösechen zu drei Viertel im Wasser steht
  2. Deckel drauf (sonst wird das Wasser immer weniger und dann in einem ungeahnten Moment explodiert die Dose mit lautem Peng und man hat die ganze Karamellsubsche in der Küche kleben – das wird ein Spaß)
  3. und Kondenzmilchdöschen für zwei Stunden im Wasserbad kochen lassen
  4. Sichtprobe nach dem Öffnen – bei Klümpchen, diese schwungvoll wegrühren oder wegpürieren

Was eine abgefahren geile Sache.

Und was macht man nun damit? Man kann diese gigantisch, fanatisch-gute Karamellsubsche als Desserttoppin verwenden, als Brotaufstrich, als Eissoße, Joghurt damit seinen Ökotouch nehmen, Früchte reintunken, auf Kuchenböden streichen, damit diese nicht durchsubschen, viellicht sogar ein Hähnchen damit glasieren – das ist aber noch unerprobt – oder im Anfall von Süßlust den Löffel reinstiepen und genüsslich abschlecken. Zum Glück hab ich gleich drei Dosen gemacht, eine wurde schon in Käsekuchen verarbeitet und die anderen beiden warten auf ihre Bestimmung. Sooo lecker, hab ich schon gesagt dass das eine abgefahren geile Sache ist?

Pancake mit zweierlei Erdbeeren

Juni 22, 2012

Rezepte passieren, während man versucht etwas anderes zu kochen – oder so…

Ich wollte gebackene Holler machen, also Hollunderblüten in Teig ausgebacken in der Pfanne und dazu dann eben Erdbeeren. Ich dachte Pancaketeig wäre eine super Idee dafür, dem war nicht so. Ist aber nicht weiter schlimm, denn Pancakes schmecken auch ohne Hollunderblüten sehr gut, die gibts dann ein anderes Mal!

Zutaten:

  • 20g Zucker
  • 250g Erdbeeren
  • 2 Eier
  • 2TL Zucker
  • 50g Creme Fraiche
  • 50g Joghurt
  • 60g Mehl
  • eine Prise Salz
  • 1TL Backpulver
  • Öl (neutrales)
  • 250g Erdbeeren
  • 1EL Zucker
  • 2EL Puderzucker

Zubereitung:

  1. Erdbeeren (250g) ausputzen, klein schneiden und mit dem Zucker (20g) pürieren

     

  1. die Eier mit dem Zucker (2TL) vermengen
  2. Creme Fraiche und Joghurt untergeben
  3. Mehl, Salz und Backpulver dazusieben und ebenfalls unterheben
  4. anschließen Öl in die Pfanne und den Herd auf mittlere Hitze und die Pancakes (Pfannkuchen, Eierkuchen) ausbacken

     

  1. nebenbei die verbleibenden Erdbeeren klein schneiden und mit dem restlichen Zucker vermengen
  2. Erdbeerschlotze über die Pancakes laufen lassen, die gezuckerten Erdbeeren on top und dann mit Puderzucker bestäuben

Weinbergpfirsiche mit Rosmarin

Juni 21, 2012

Ich habe ja die These aufgestellt, dass die Münchner alle elektronische Fußfesseln tragen, die ihnen das Verlassen des eigenen Bundeslandes erschweren wenn nicht gar gen Norden unmöglich machen. Aber am letzten Wochenende hat es tatsächlich ein Münchner – nämlich ein alter Internatsfreund – geschafft und den Weg nach Hamburg gefunden. Wunderbar war das und zum Frühstück gab’s das, weil nichts anderes mehr da war…

Zutaten:

  • 30g Zucker
  • 250g Weinbergpfirsische
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1TL Zitronensaft

Zubereitung:

  1. Pfirsiche entkernen und klein schneiden
  2. Zucker in die Pfanne geben, ankaramelisieren lassen
  3. Rosmarin hacken
  4. Pfirsische und Rosmarin in den geschmolzenen Zucker
  5. Zitronensaft dazu und nach zwei bis drei Minuten in der Pfanne lauwarm genießen

Einfach und so gut. Das Mohnparfait schmeckt sicher auch gut dazu – mhhh!

Basilikumeis mit Pfannenbeeren

Juni 14, 2012

Um den Basilikummassen meines Balkons her zu werden und eine frische Rezeptidee auszutesten, habe ich am Wochenende folgendes getestet:

Zutaten:

  • zwei Eigelb
  • 50g Zucker
  • eine großzügige Hand voll Basilikum
  • 200g Schlagsahne
  • 100g Creme Fraiche
  • 1EL Zitronensaft
  • 4EL Zucker
  • eine Hand voll TK-Mischbeeren

Zubereitung:

  1. Eigelb und Zucker überm heißen Wasserbad schaumig schlagen
  2. und dann im kalten Wasserbad so lange weiter schlagen bis die Masse abgekühlt ist
  3. Sahne und Basilikum miteinander pürieren (entweder mit Blätterfetzen oder zu einen hellgrünen Gesamteinheit, je nach persönlichem Wund und Mixerkönnen), dabei aufpassen, dass die Sahne nicht zu Butter wird
  4. Basilikumsahne unter den Ei-Zucker-Schaum geben
  5. Creme Fraiche und Zitronensaft ebenfalls dazu
  6. ab in den Froster
  7. vorm Servieren wieder antauen lassen – perfekte Zeit für die Pfannenbeeren

 

  1. Zucker in eine Pfanne geben und die noch gefrosteten Beeren dazu
  2. Beeren warm werden lassen
  3. dann schnell mit dem Eis zusammen servieren

Milchreis mit halb-halb Apfelkompott

Mai 17, 2012

und zerlassener Butter.

Man könnte denken, zerlassene Butter gehört nicht auf Milchreis, aber wer einmal zerlassene Butter auf seinem Milchreis hatte, weiß dass dem nicht so ist. Danke Oma! Die macht das nämlich so, nicht ohne zu betonen, dass das nicht besonders figurförderlich ist und eine Kindheitserinnerung. Auf jeden Fall muss ich schon bei diesem hochsteigendem Buttergeruch an sie denken…

Zutaten:

  • 1EL Butter
  • 100g Milchreis
  • 350ml Milch
  • 1Prise Salz
  • 40g Zucker
  • 50g Zucker
  • 1EL Rum
  • ein großer Apfel (Braeburn oder so)
  • Abrieb einer halben Zitrone
  • 2EL Zitronensaft
  • eine halbe Vanilleschote
  • 2EL Butter

Zubereitung:

  1. Butter (die oberste Butterangabe also ein EL) im Topf schmelzen lassen
  2. Milchreis dazu
  3. Milch dazu und 20 Minuten kochen lassen
  4. wenn’s kocht eine Priese Salz dazu
  5. und rühren, rühren, rühren
  6. dann (nach 20 Minuten, der Reis sollte noch ein bisschen Biss haben) Zucker (besagte 40g) unterrühren, Deckel drauf und weitere 10 Minuten stehen lassen, aber nicht auf der Herdplatte
  1. Zucker (die übrigen 50g) in einen Topf geben – bei mittlerer Stufe
  2. Rum dazu
  3. nebenbei den Apfel schälen, entkernen und in Stücke schneiden
  4. die Hälfte der Apfelstücke mit in den Topf geben
  5. Zitronenabrieb und Zitronensaft ebenfalls
  6. Vanilleschote auskratzen und Mark plus Schote ebenfalls in den Topf geben
  7. fünf Minuten nach dem ersten Apfeleinwurf für circa eine Minute die restlichen Apfelstücke dazu geben
  1. die Minute dazu nutzen zwei EL Butter in einer Pfanne leicht braun werden zu lassen und diese auf dem portionierten Milchreis verteilen