Archiv für Januar 2011

Waschmaschine in den Keller bringen…

Januar 21, 2011

…auf die komplizierte Art

  1. Waschmaschine (gebraucht aber mit integriertem Trockner) geschenkt bekommen
  2. (alte) Waschmaschine auf dem Laubengang zur Abholung durch Freundin bereit stellen
  3. Absage für Abholung durch Freundin erhalten
  4. Zettel aushängen: Waschmaschine zu verschenken
  5. Anschiss von der Nachbarin bekommen (Waschmaschine lockt die HottenTotten an, komisch bisher war keiner da)
  6. Zettel abnehmen
  7. erneuten Anschiss von der Nachbarin erhalten, weil eine Waschmaschine auf dem Laubengang hausordnungswidrig ist (schon mal versucht als alleinstehender Single allein eine Waschmaschine in den Keller zu transportieren?)
  8. die Nachbarn (also die restlichen nicht die Nachbarin) fragen, ob sie mir helfen die Waschmaschine in den Keller zu bringen
  9. Absagen wegen Glätte akzeptieren und die Waschmaschine von Tim und Tom (Laubengang vorletzte hinten rechts und letzte hinten rechts) zurück in die Küche tragen lassen
  10. Waschmaschine beim Onlineauktionshaus unter „Kleinanzeigen“ inserieren
  11. Waschmaschine abholen lassen und brav dazu sagen, dass sie nicht sonderlich neu ist
  12. ans Telefon gehen
  13. und sich anhören, dass sie ja doch recht laut ist (sagte ich nicht, dass es ne alte Waschmaschine ist!?)
  14. Waschmaschine zurückbringen lassen
  15. und nicht wieder gen Küche tragen lassen (gutherzig, nicht?)
  16. sondern in den Keller bringen lassen

 

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2011 – mit etwas Abstand oder viel Nähe

Januar 20, 2011

2011 also und wieder ein Jahr voller Erwartungen, Pläne, Hoffnungen, Träume, Vorhaben und nahezu grenzenlosem Aktionismus.

Ich bin anfällig für diese Jahresendsentimentalität und für die am Jahresanfang auch. Da fallen die großen Fragen wie dunkle Klaviere in alten MickeyMouseComics (schwarz-weiß versteht sich) vom Himmel und trümmern Lücken in die Großhirnrinde des menschlichen Verstandes – generelles Reflektieren:

  • wer bin ich?
  • wichtiger noch wer will ich sein?
  • und wie sein?
  • wo will ich hin?
  • und warum ist „carpe diem“ so schwer?

Und da sind sie wieder meine Fragezeichenfreunde aus übertriebenem Perfektionismus; dem Alles-oder-Nichts-Gedankengut; das Gefrierhäschengehocke vor den abertausenden Möglichkeiten; das Gefühl, das die Zeit davoneilt; den inneren Maximen; kuriose Fremdeinflüsse, über wie man sein sollte, und euphorisches WIEMANSEINKÖNNTE; sowieso wieder viel könnte und sollte und andere ennge Vertraute des Konjunktivs. Summa summarum immer wieder das Gleiche um die gleiche Frage: Wie man am besten bei sich selbst ankommt…

Aber das Leben ist schön, nicht bis ins kleinste Quantenkorn aber doch schön. Im Groben und Ganzen mit etwas Abstand oder viel Nähe. Insofern: Willkommen du Jahr voller Pläne, Erwartungen, Herausforderungen, Pläne, Träume, Vorhaben und grenzenlosem Aktionismus.