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Mandelsuppe

Mai 6, 2012

Mit Yvönnsche kann man’s ja machen.

Darum fahre ich so gerne mit Yvönnsche in den Urlaub, darum besuche ich sie gern in München und gehe ich so gern mit ihr essen – mit Yvönnsche kann man wunderbar Lebensmittel teilen. Sicher das ist nicht der einzige Grund, aber auch einer.

Erster Mai 2012, Yvönnsche und ich fahren nach Altona in die Brasserie la Provence.

Zwischen meiner Wohnung und Altona liegt viel, unter anderem die Reeperbahn. Erster Mai und Reeperbahn: Demo. Da ich aber am ersten Mai, grundsätzlich nur an meinen Geburtstag und gar nicht an Demos denke, stehen Yvönnsche und ich da, sehen geschwenkte Stalinflaggen und „Sozialismus ist die Lösung“, Yvönnsche drückt die Autoschließknöpfe runter.

Maximal 100 Personen, doppelt so viel Polizei. Alles ganz harmlos, fast lustig. Eine Stunde Verspätung, die Brasserie nimmt es sehr gelassen. Wir haben einen tollen Abend mit tollem Essen, welches selbstredend klassisch geteilt wurde. Zur Vorspeise teilten wir Mandelsuppe mit Steinbeissernocken.

Hier nachgekocht.

Zutaten:

  • eine bis zwei Schalotten
  • 0,5TL Puderzucker
  • 1EL Butter
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 500ml Geflügelfonds
  • 1EL Rum
  • 1Prise Zimt
  • 1Prise Nelkenpfeffer
  • etwas Muskatnussabrieb
  • 100ml Milch
  • ein Eigelb
  • 100g Creme Fraiche
  • 100g Schlagsahne
  • 2EL gehobelte Mandeln

Zubereitung:

  1. Schalotten in Butter mit dem Puderzucker anschwitzen
  2. Gemahlene Mandeln dazu geben und anrösten lassen
  3. Mit Geflügelfonds und Rum ablöschen
  4. Zimt, Nelkenpfeffer, Muskatnussabrieb dazu, außerdem salzen und pfeffern
  5. 15 Minuten köcheln lassen
  6. durch ein feines Sieb gießen
  7. Herdplatte runter stellen, Suppe darf nun nicht mehr kochen, außerdem Milch dazu
  8. Creme Fraiche und Ei vermengen und ebenfalls unter die Suppe geben
  9. Nochmals abschmecken
  10. Mandelblättchen fettfrei in der Pfanne rösten
  11. Schlagsahne steif schlagen
  12. Suppe auffüllen, pro Portion zwei Löffel Sahne drauf, etwas verrühren, mit den gerösteten Mandeln bestreuen und servieren

Die kleinen Bratklopse sind aus geräucherter Forelle, Ei, Hartweizengries, Semmelbröseln, Sahne und Petersilie und wollten eigentlich gekochte Nocken werden. Hätte auch geklappt, wenn sie sich im Wasser nicht einfach aufgelöst hätten, macht nichts wurde es halt ein Klops.

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Chai-Tee Creme Brulee

Mai 3, 2012

Yvönnsche ist heute morgen wieder abgereist.

Zurück bleiben schöne Erinnerungen, eine Wohnschickedöhnszeitschrift, ein ziemlich großes Bisschen Müdigkeit, Erdbeer-Rhabarber-Kompott-Reste und eine ganz grandiose Chai-Tee Creme Brulee.

Zutaten:

  • 200ml Milch (am besten Vollmilch)
  • 200gr Schlagsahne
  • drei Eier
  • drei Eigelb
  • 100gr Zucker (plus den Bestäubungszucker)
  • 1TL Zimt
  • zwei Prisen Chiliflocken
  • drei Prisen weißer Pfeffer
  • zwei Prisen Nelkenpfeffer (gemahlene Nelken)
  • etwas Muskatnuss
  • Abrieb einer halben Orange
  • und Bestäubungszucker

Zubereitung:

  1. alles außer dem Bestäubungszucker miteinander verrühren…
  2. …aufwärmen nicht kochen
  3. in die Förmchen füllen, Wasserbad drum herum und bei 160 Grad für circa 35 Minuten im Ofen stocken lassen
  4. befreien, auskühlen lassen und dann noch gerne über Nacht in den Kühlschrank, dann schmeckt sie noch besser
  5. am Folgetag mit Zucker bestäuben, 1TL pro Schälchen (weiß oder braun, da bin ich ganz flexibel) mit dem Brenner flammendes Inferno im Dessertschälchen spielen

Die Grundidee habe ich mir in Julianes Schöner-Tag-noch-Blog abgeschaut, da gab’s Chai-Tee-Käsekuchen, denn ich auch noch probieren muss – irgendwann.

Ansonsten kann ich verraten, dass das Erdbeer-Rhabarbeer-Kompott dazu lecker war und sich farblich auf den Fotos wunderbar macht, aber die geschmackliche Erfüllung wären vielleicht Pflaumen, Birnen oder Orange gewesen – eine Winter-Creme-Brulee sozusagen.

PS: Ist irgend jemand dieses supertolle zweckentfremdete Tellerregal im Hintergrund aufgefallen?