Zitronenkuchen-Pralinen

Letztes Jahr auf dem firmeneigenen Fußball-Sommerfest gab es zum einen die Gelegenheit Franz Beckenbauer kennen zu lernen, was zu sehr viel Erheiterung führte, nicht wegen Franz Beckenbauer an sich, sondern weil ich – die Fußballwelt zur Gänze ignorierend – zwar im Groben wusste, wer Franz Beckenbauer ist, aber als er kurz vor dem Sommerfest am Empfang vor mir stand, Namen und Gesicht nicht überein bringen konnte, er nahm’s mit Fassung… …Die andere Gelegenheit (ja ich weiß der Satz war lang und ich bin vom Thema abgekommen um die kleine Franz-Beckenbauer-Anekdote unterzubringen, aber es ging um Gelegenheiten) war mal so einen Cake-Pop bzw. Kuchenlolli zu probieren und gleich ein Fan von Kuchenlollies zu werden.

Nach dem die Friesin mir zu Weihnachten als kleine Kuchenlollibotschaft, Kuchenlollistiele schenkte, war der Vorsatz für die Faschingsparty Kuchenlollies zu backen gefasst. Wie das aber immer so mit den Vorhaben ist, erstens kommt es anders als man denkt und zweitens brauche ich für bestimmte Vorhaben eben einfach ein Yvönnschen, die die Geduldsaufgaben übernimmt. Geduldsaufgaben wie 35 Kuchenbällchen mit Schokolade ummantelt, hört erstmal nicht nach einer großen Herausforderung an, aber wer mal die Zeit, die Schokolade braucht um von dem flüssigen in den festen Aggregatszustand zu wechseln, mit Stieldrehen überbrückt hat, weiß was Geduld ist.

Zitronenkuchenpralinen

So viel Geduld habe ich nicht, aber manchmal ist die einfachste aller Lösungen auch die eleganteste…

Zutaten:

  • 240g Butter
  • 220g Zucker
  • ein gehäufter TL Vanillinzucker
  • eine Prise Salz
  • vier Eier
  • Abrieb von drei Zitronen
  • und Saft von zwei
  • 240g Mehl
  • 80g Butter
  • 150g Frischkäse
  • 150g Puderzucker
  • zwei EL Zitronensaft
  • 200g Puderzucker oder Lollistiele und viel Kuvertüre

Zubereitung:

  1. 240g Butter anschmelzen lassen
  2. Zucker, Vanillinzucker und Salz unterrühren
  3. Eier dazu
  4. Zitronenabrieb und Saft von zwei Zitronen ebenfalls
  5. Mehl sieben (Oma sagt, dann wird der Kuchen fluffiger und Omas haben bekanntlich immer recht) und ebenfalls unterrühren
  6. Kuchen in einer gut eingefetteten Springform für circa 45 bis 50 Minuten bei 140 bis 150 Grad backen, wichtig dabei der Kuchen darf nicht dunkel werden
  7. Kuchen erkalten lassen, dunkle Stellen abschneiden
  8. restlichen hellen Kuchen zerkrümeln
  9. verbleibende Butter (80g) verflüssigen (bestenfalls durch Wärmezufuhr)
  10. Frischkäse, 150g Puderzucker und Zitronensaft dazu geben
  11. und die Masse auch Frosting genannt mit den Kuchenkrümeln verkneten
  12. kleine Bällchen a circa 30g formen
  13. zum fest werden ein paar Stunden im Kühlschrank parken
  14. die Geduldigen können jetzt Lollistiele reinpieksen und sich am Schokoladenüberzug probieren, alle anderen rollern die Bällchen jetzt schlicht in Puderzucker und servieren sie leicht gekühlt

Die Faschingspartykinder (ja Unterpunkt 23 ist auch schon erledigt) mochten sie gerne. Fast alle sind leer geworden, superhübsch und wunderbar saftig-matschig und wer findet, dass matschig ein erstrebenswertes Kuchenattribut ist, hat schlicht keine Ahnung – mhhh!

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6 Kommentare - “Zitronenkuchen-Pralinen”

  1. Mathilda Says:

    Die sehen lecker aus und saftig matschig mag ich aber sehr.
    Meine Freundin hat grundsätzlich immer Kuchen gebacken, der innen immer klitschig war, das hat uns beiden super geschmeckt :-D


  2. Die kleine Bäckerei in meiner Nachbarschaft verkauft seit einer Weile auch Kuchen am Stiel. Leider sind solche Neuerungen bei der doch durchgehend älteren Kundschaft nicht sehr gefragt. ;-)
    Dein Rezept liest sich wunderbar, das sieht mir so richtig nach den kleinen Kuchenhäppchen für zwischendurch aus. Vielleicht backe ich das demnächst einmal nach.
    Liebe Grüße!


  3. Sieht super aus! Bei Tschiduscho gabs letzte Woche sogar eine Cakelollibackformmaschine, voll der Trend.

    Die Beckenbauer-Anekdote ist der Knaller :-D


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