Mandelsuppe

Mit Yvönnsche kann man’s ja machen.

Darum fahre ich so gerne mit Yvönnsche in den Urlaub, darum besuche ich sie gern in München und gehe ich so gern mit ihr essen – mit Yvönnsche kann man wunderbar Lebensmittel teilen. Sicher das ist nicht der einzige Grund, aber auch einer.

Erster Mai 2012, Yvönnsche und ich fahren nach Altona in die Brasserie la Provence.

Zwischen meiner Wohnung und Altona liegt viel, unter anderem die Reeperbahn. Erster Mai und Reeperbahn: Demo. Da ich aber am ersten Mai, grundsätzlich nur an meinen Geburtstag und gar nicht an Demos denke, stehen Yvönnsche und ich da, sehen geschwenkte Stalinflaggen und „Sozialismus ist die Lösung“, Yvönnsche drückt die Autoschließknöpfe runter.

Maximal 100 Personen, doppelt so viel Polizei. Alles ganz harmlos, fast lustig. Eine Stunde Verspätung, die Brasserie nimmt es sehr gelassen. Wir haben einen tollen Abend mit tollem Essen, welches selbstredend klassisch geteilt wurde. Zur Vorspeise teilten wir Mandelsuppe mit Steinbeissernocken.

Hier nachgekocht.

Zutaten:

  • eine bis zwei Schalotten
  • 0,5TL Puderzucker
  • 1EL Butter
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 500ml Geflügelfonds
  • 1EL Rum
  • 1Prise Zimt
  • 1Prise Nelkenpfeffer
  • etwas Muskatnussabrieb
  • 100ml Milch
  • ein Eigelb
  • 100g Creme Fraiche
  • 100g Schlagsahne
  • 2EL gehobelte Mandeln

Zubereitung:

  1. Schalotten in Butter mit dem Puderzucker anschwitzen
  2. Gemahlene Mandeln dazu geben und anrösten lassen
  3. Mit Geflügelfonds und Rum ablöschen
  4. Zimt, Nelkenpfeffer, Muskatnussabrieb dazu, außerdem salzen und pfeffern
  5. 15 Minuten köcheln lassen
  6. durch ein feines Sieb gießen
  7. Herdplatte runter stellen, Suppe darf nun nicht mehr kochen, außerdem Milch dazu
  8. Creme Fraiche und Ei vermengen und ebenfalls unter die Suppe geben
  9. Nochmals abschmecken
  10. Mandelblättchen fettfrei in der Pfanne rösten
  11. Schlagsahne steif schlagen
  12. Suppe auffüllen, pro Portion zwei Löffel Sahne drauf, etwas verrühren, mit den gerösteten Mandeln bestreuen und servieren

Die kleinen Bratklopse sind aus geräucherter Forelle, Ei, Hartweizengries, Semmelbröseln, Sahne und Petersilie und wollten eigentlich gekochte Nocken werden. Hätte auch geklappt, wenn sie sich im Wasser nicht einfach aufgelöst hätten, macht nichts wurde es halt ein Klops.

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5 Kommentare - “Mandelsuppe”

  1. Mathilda Says:

    Hunger!!!!!!!!!!!!
    Heute morgen sehe ich überall etwas zu essen, hab doch noch nicht gefrühstückt :roll:

  2. Anna Says:

    Mandeln und Muskantnuss – mit diesen Zutaten kannst du mir alles verkaufen. Einfach alles. :oops:

    Und wer braucht schon Nocken, wenn er so tolle Klopse haben kann? :razz:

    P.S: Habe ich schon erwähnt, dass dein Ofengemüse mit Rosmarin wunderbar schmeckt? Sehr lecker. Rosmarin liebe ich jetzt auch. :mrgreen:


    • „Sold!“
      Cool, dass du das Ofengemüse getestet und für gut befunden hast. Freue mich über jedes Nachkochfeedback! Die Suppe ist auch gut. Schmeckt allerdings und witzigerweise ohne die Creme-Fraiche-Ei-Geschichte gar nicht dachte beim vorkosten schon, ich hätte es ganz umsonst gekocht, aber dann… So lecker.

      Brauchst du das Forellenklopsrezept dazu?

  3. Anna Says:

    Da ich zur Zeit gerade experimentierfreudig bin, würde mich das Rezept für die Forellenklopse tatsächlich interessieren. Das ist dann allerdings definitiv ein Rezept ganz für mich alleine. Fisch isst ja bei mir niemand. Nur in Stäbchenform. :(


    • Kein Problem: 100g geräucherte Forelle, 1Ei, Petersilie, 100g sehr kalte Sahne, 2EL Semmelbrösel, 2EL Hartweizengries…
      Ich würde, wenn du die so anbrätst wie ich würde ich die Häflte der Sahne weglassen und den Gries ganz. Wenn du das mit den Kochnocken probieren willst würde ich die Sahne ganz weglassen. Ganz viel Erfolg!


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