joghurtweiß und trotzdem dänisch

Neuer Tag, die vier Italiener packen gefühlt von sechs bis acht – Hostelfreuden. Später hängt ein Zettel am Spiegel: „Sorry because of the noise!“ Irgendwie reizend.

Die Sonne scheint, wesentlich mehr als ich gehofft hatte.
Ich gehe bei Emmerys Bakery vorbei, erstehe Frühstück im Wert von mehr als zehn Euro (ganz normale Preise für Lebensmittel in Dänemark), wieder zum Hafen allerdings weiter nördlich, finde einen 3×3 Meter Holztisch mit Bänken drum herum. Wünschte kurz ich wäre viele, frühstücke zufrieden in der Sonne und werde just von einer Dänin auf Dänisch (ich betone auf Dänisch) gefragt, wo denn Emmerys Bakery sei.

Um die Ecke liegt Bereich Seite 20 bis 21 der Reiseführers, Königswohnungen von außen anstarren, eine russische Kirche entdecken und die Marmorkirche, die irrwitzigerweise nicht aus Marmor ist, sondern nur so heißt.

Ich verpasse das Museum für dänische Design (öffnet erst um elf) besuche stattdessen eine alte Militärkaserne mit ungemein sauberen Damentoiletten und gehe trotz Abraten von Frau blaue Suppe, weil’s auf dem Weg liegt bei der Meerjungfrau vorbei, die wie der Reiseführer dezent angekündigt hat, schick aber vor allem klein ist. Soweit die Beine tragen, ich finde einen Laden, der ausschließlich Türknäufe verkauft, dafür finde ich den Eingang zum botanischen Garten nicht. Einmal um das ehemalige Wohnschloss der Könige, Beine hoch im Rosengarten samt der Feststellung, dass die Dänen diese gesunde Outdoor-Bräune haben und ich dachte man trägt hier eher joghurtweiß!?

Drei weitere Mückenstiche, eine leere Wasserflasche und die Erkenntnis, dass mein T-Shirtfreier unterer Halsbereich langsam Röstaromen ansetzt später, beschließe ich auf einen Mittagsschlaf im Hostel vorbei zu schauen.

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3 Kommentare - “joghurtweiß und trotzdem dänisch”

  1. Gertje Says:

    Hm, Italiener(innen) scheinen in Hostels grundsätzlich zu unpassendsten Zeiten zu packen/zu duschen oder sonstwie geschäftig rumwuseln zu müssen.


  2. […] widersetze ich mich dem Gefühl im Urlaub nichts doppelt machen zu wollen und setzte mich an meinen übertrieben großen Holztisch. Die Sonne ist heiß, das Gebäckstück süß; zu heiß und zu […]


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