Floristik, Belletrisik und Kuchen

Als ich jünger war, so oberstufenschulzeitjung und das erste Mal den Begriff Belletristik hörte, war ich fast enttäuscht, dass es nichts mit Blumen zu tun hat. Ich finde Belletristik sollte das Wort sein, dass die Summe aller optinalen Streublumen, die erdnah wachsen, in einem Fachbegriff zusammenfasst. So könnten Ruhrpottomas zu Ruhrpottgören sagen: „Chantalle komm doch mal aus die Belletristik.“ (womit dann klassischerweise das Reihenhausvorhausbeet mit Saatgut aus dem Supermarkt von nebenan gemeint wäre)

Floristik und Kuchen also.

Unlängst (ein schönes Wort, welches auch mal wieder Verwendung finden wollte) wurde ich von meiner Mutter informiert, dass sie sich in einem Kuchendilemma befände, da Abteilungskuchen zu backen sei, was die Frage der Bewerkstelligung aufwürfe. Rezept raussuchen – Kuchen nach Rezept backen – Kuchen mitnehmen ist die einfache Lösung, die jedoch bei einer Abteilungsgröße von circa 70 Personen an der Ofendichte der Mutterwohnung zu scheitern droht. Ofendichte verhält sich zu Wohnung wie 1:1.

In Anbetracht dieser Tatsache und der immensen Backeuphorie meiner Mutter übernehme ich als grandioses backfreudiges Kind einen Teil der Backwarenherstellung und bekomme dafür die belletristische floristische Neugestaltung meines Balkons. Es lebe der Tauschhandel!

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2 Kommentare - “Floristik, Belletrisik und Kuchen”


  1. Watt bin ich froh, daß mein Laden klein und überschaubar ist, da sind mal eben nur 22 Nasen, die Kuchen abzufüttern erheblich einfacher zu bewerkstelligen ist. Morgen isses auch wieder soweit, da gibbet GeburtstagsFrühstück, welchselbriges ich mit einer Kollegin zusammen ausgebe, die morgen BurzelTag hat, zehn Tage nach meinereinem. Da schiebe ich heute abend zwei RührKuchen in den BackOfen, morgen zum Bäcker ein paar Brötchen, in die Kaufhalle ein paar Teile Käse, Wuäss, Schinken, SchweineMarmelade(Mett) Tomaten, Mozzarella, ein paar Getränke und gut is‘. Bei 70 Leuten – ja das ist dann schon ne andere Hausnummer.
    Und um nun mal das Wort Belletristik auseinanderzuprökeln: was ist das nu?? belle(schön) und trist? also schön trist? LiebesRomane der übelsten Sorte? Auf jeden Fall ist es oft stromlinienförmige MainStreamLiteratur, die man meistens getrost im Regal liegenlassen kann. Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich lese grade „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak: Der Tod erzählt das Leben der Bücherdiebin Liesel, die bei PflegeEltern in den 30er-40er Jahren aufwächst. Wunderschöne SprachSpielereien in verschiedenen Ebenen, ein wie ich finde wunderbares Stück Literatur – ich weiß nicht, ob das im BuchLaden im BelletristikRegal stehen würde, ich hab es „nur“ geliehen. Ganz liebe Grüße aus der schönsten Hansestadt am Ryck vom Wolfgang.


    • Zu allererst alles Gute nachträglich und viel Spaß heute beim Firmenfrühstück…

      Jetzt zur Belletristik: Ja auseineinandergebastelt schwingt viel Negatives mit, aber es hört sich doch irgendwie putzig an. Trotz allem wird es wohl beim „Kinder raus aus den Rabatten!“ bleiben.


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