45 Minuten Urlaub auf dem Herkulesrad

Das rote Herkulesrad steht ungeduldig auf dem Hinterhof der Firma und wartet in der Sonne darauf, dass wir nach Hause fahren. Nicht weil es zu Hause besonders schön ist, jedenfalls nicht besonders schöner als sonst, sondern weil wir wieder gemeinsam fahren und weil die Strecke schlicht grandios ist.

Sicher der erste Teil – wenn die Sonne es noch nicht ganz über die ersten Häuser am Horizont geschafft hat – zieht sich etwas durch die roten Klinkerbauten, aber pünktlich, wenn wir beim Friedrichsberg Richtung Eilbekkanal abbiegen ist sie dann da und wir düsen in friedlicher Koexistenz durchs Grün. Das machen wir nahezu allein… Denn während wir auf dem Rückweg um die Eis essenden Kinder an der einzigen Außenalstereisdiele, die Kaffee schlürfenden Mutterschutzbefindlichen, die Frischluft fanatischen Senioren und die nach-der-Arbeit-noch-mal-eben-schnell-Laufer Slalom fahren, sind wir auf dem Hinweg fast unter uns.

Wir hetzten uns nicht, aus dem frisch gekauften Lenkerkörbchen dudelt leise Begleitmusik und es ist fast wie Urlaub zu empfinden – morgens zwischen fünf vor und vierzig nach sieben.

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