Schleichwerbung

Als ich die Arbeit verließ und ich verließ sie schnell, denn ich war quasi schon auf Reisen. Als ich also die Arbeit verließ, sah ich auf dem Weg vor einer Bäckerei eine Frau. Sie trug ein sehr helles Jackett im Stil von Cocco beziehungsweise Lagerfeld mit ausgefransten Enden und trotzdem spießig, auf dem Jackett Hahnentrittmuster in diesem seltsamen Blauton. Dazu der passende Schal gleicher Stoff, gleiche Fransen, gleicher Hahnentritt. Sie ist blond und sieht aus wie eine Schleichwerbung für Bayern und sie kauft Franzbrötchen.

Lebensentwurf zweihundertachtundsiebzig: Sich einen Sprinter mit Ladenfenster kaufen und der Menschheit Franzbrötchen liefern, montags Hannover bis freitags München. Rastlos mit Zimtgeruch im Rücken.

Meine Reise geht los. Mein Koffer wiegt immens viel zuzüglich Franzbrötchen. Zehn Franzbrötchen; Kleidungsmassen, die einem Auswandertrip erahnen lassen, Schuhe und der gute Wille sich ein Dirndl zuzulegen.

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2 Kommentare - “Schleichwerbung”


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