Erkenntnisse vom 14.09.2010

  1. es zieht wie Hechtsuppe, was an niemals stehenden Drehtüren unseres Empfangsbereiches liegt
  2. eigentlich müsste es heißen es zieht hech supha, denn daher (jiddisch) kommt das und bedeutet zieht wie Windsbraut
  3. Windsbraut ist schön, nicht?
  4. Insbesondere als Wort, Windsbraut als Sache ist aber auch nicht schlecht
  5. insbesondere wenn man nen Schal um hat
  6. habe ich, in diesem Fall einen schwarzen den ich im Schlussverkauf erstand, nachdem ich im Lächeljob ein Vorstellungsgespräch hatte und viel zu dünn um die Halsgegend angezogen war
  7. schon bald ist ein halbes Jahr rum
  8. und das Warten auf den Vertrag (Zeitarbeit zu Festanstellung) macht mich madig…
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7 Kommentare - “Erkenntnisse vom 14.09.2010”

  1. Herr Teddy Says:

    […] „Es zieht wie Hechtsuppe” kommt möglicherweise aus dem jiddischen hech supha und bedeutet „starker Wind”. Allerdings ist diese Etymologie noch unglaubwürdiger als „Guter Rutsch”: a) Es gibt keinen einzigen Textbeleg in der (älteren wie modernen) jiddischen Literatur (für „Hechtsuppe” ebensowenig wie für hech supha). b) Es kann einen solchen Beleg nicht geben, denn „hech supha” ist mit vollem Endvokal im Jiddischen nicht möglich; dort herrscht eine – der germanischen Entwicklung angeglichene – Endsilbenabschwächung nach Penultimabetonung. Bereits die Transkription mit /ph/ statt /f/ zeigt, dass „supha” ein Wort nichtjiddischer Provenienz ist.[Wikipedia]
    Für mich bleibt das Wort Hechtsuppe ein wunderschönes Wort, egal wo es nun seinen Ursprung hat. Wahrscheinlich hat sich das damals auch nur ein Blogger (mittelalterlich: Actuarius) ausgedacht.

  2. Herr Teddy Says:

    Sorry, aber ich kann nicht anders. :-)

  3. Yvönnsche Says:

    Guten Morgen,

    habe nur kurz eine Frage, da ich noch nie engeren persönlichen Kontakt zu Fischsuppen hatte (und dies auch nicht unbedingt nachholen muss, aber das nur am Rande): Zieht denn Hechtsuppe wirklich?

    Ausserdem finde ich das Wort „Windsbraut“ sehr schön.

    Lieben Gruß,
    Yvönnsche

  4. Herr Teddy Says:

    Na ja, der Hecht an sich hat schon einen sehr eigenen Geschmack, aber „ziehen“? Mmh…

  5. sayrueart Says:

    Die Herkunft ist letztlich nicht sicher. Am häufigsten wird die Meinung vertreten (u.a. durch den „Duden“), daß es sich dabei um die Eindeutschung einer jiddischen Wendung (hech soppa oder supha – wie ein Sturm) handelt. Obwohl inhaltlich in dem Sinne stimmig, daß ja auch ein Sturm mit starken Winden zu tun hat, ist diese Lesart nicht unangefochten, weil eine solche jiddische Wendung von den Sprachwissenschaftlern nur schwer bis gar nicht nachgewiesen werden kann.

    Eine Alternative lautet, daß diese Redensart doch auf Fischsuppen gemünzt ist, die oft recht lange ziehen müssen, um ihren Geschmack entfalten zu können. Bei diesem Erklärungsversuch drängt sich allerdings die Frage auf, worin der Zusammenhang zu starker Zugluft bestehen soll?

    Eine dritte Variante bezieht sich auch auf eine Fisch-, genauer gesagt: Hechtsuppe, die dank Pfeffer und Meerrettich schon schmerzhaft scharf war. Die Verwendung der Redensart im Zusammenhang mit diesem „Rachenputzer“ ist zwar zumindest für Preußen nachgewiesen, aber längst außer Mode. Ganz abgesehen davon, daß sich auch hier eine Überleitung zu Zugluft nur schwer finden läßt. Ein gemeinsamer Nenner könnte sein, daß zuviel Würze im Mund genauso schmerzt wie schneidender, kalter Wind. Aber vollends überzeugt auch dieser Ansatz nicht.

    Anmerkung: Das Jiddische ist eine über Jahrhunderte gewachsene Variante des Deutschen, angereichert mit hebräischen, slawischen und weiteren Elementen.
    Quelle: redensarten.net

    saludos:-)


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