der Feenfestaktionismus – Teil 5

Eine Rückblende und in Teil 5 alles über Tetris spielende Konsumkinder vor petiten Singlekühlschränken, zweckentfremdete Freundinnenfreunde, hilfsbereites Kantinenservicepersonal samt Wärmeplatten und Danksagungen via Dekoschickedönslädengutscheinen.

Der Wecker klingelt, ich bin aufgeregt, so aufgeregt, dass ich nur vier Stunden geschlafen habe, aber vier Stunden reichen ja auch, wenn man aufgeregt ist und ja ich bin aufgeregt, so aufgeregt, dass vier Stunden Schlaf auf jeden Fall reichen.

Dabei ist erst Freitag, Freitag vorm großen Samstag und ich habe etwas Angst, dass ich den Überblick verliere, aber ich verliere ihn nicht und nicht nur weil ich mir das vorgenommen habe, sondern auch weil ich eine To-Do-Liste habe. Ich sattle Moritz, schnappe mir Yvönnsche und wir reiten zum Konsum.

Konsum eins von insgesamt mindestens drei. Wir kaufen dies und jenes und welches auch noch, alles in großen Massen, dazu in etwas kleineren Weinbergpfirsische, weil die so lecker ist und mein Kühlschrank zur Gänze leer in freudiger Erwartung auf das, was da kommen mag, und wir frühstücken sollten. Das Auto ächzt, sträubt aber nicht, mukt nicht, streikt nicht. Auch nicht nach Konsum zwei und drei.

Der Blick zur Uhr verrät, wir sind gut in der Zeit, es ist noch weit vor Nachmittag und somit halbweit vorm nächsten Termin. Also schnell nach Hause und dann schnell wieder los – vollkommen unproblematisch, wären da nicht die gefühlten 100kg Einkäufe, die in tausend Taschen und Tüten und Kisten in den dritten gefühlt aber sicher hundertsten Stock zu transportieren sind und mein Absurdum von Singlehaushaltskühlschrank. Petit sozusagen, aber Yvönnsche ist da ebenso kleinkariert hysterisch wie ich und mit vereinten Kräften sowie unserer Vorliebe für Tetris schaffen wir es die 100kg Einkäufe im Kühlschrank zu komprimieren.

Ich hinterlasse Yvönnsche einige Unterpunkte meiner Aufgabenliste und stürze mich wieder ins Abenteuer.

Dreißig Minuten später den Frühfreitäglichenfeierabendverkehr austricksend bin ich bei den Landungsbrücken, wo Jammi zwei Zimmer mit Aussicht, sowie Küche Bad dafür aber keinen Balkon hat. Zwei Zimmer mit Aussicht und in der Küche einen zweckentfremdeten Freund, der Schnibbeln und Schneiden und selten auch Rühren darf. Diesen entleihe ich.

Der Jammifreund und ich reisen weiter, nicht besonders weit, aber doch um drei Ecken nämlich zu der Behausung des Lächeljobs und sammeln die Wärmeplatten ein, damit die 100kg Lebensmittel wenigstens nicht alle frieren müssen. Lächeljobwärmeplatten kosten mich fast nichts, denn die Hungersbehelferin aus der Kantine leiht sie mir für ein Lächeln und einen Gutschein, obwohl sie von dem eigentlich nichts wusste, aber ich, denn ich weiß ja was sich gehört und dass Frauen mit einem Gutschein für einen Dekoschikedönsladen immer was anfangen können…

Wobei mir einfällt, dass ich in Sachen Deko, eigene und Tischdeko auch noch einiges zu tun habe.

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