der Feenfestaktionismus – Teil 2

Eine Rückblende und in Teil 2 sind wir erschlagen von Erledigungen und nimmer endenden Aufgabenlisten, außerdem in einem Riesenkonsum und das bei meiner Abneigung gegen Riesenkonsume

Irgendwann läutet das imaginäre Arbeitsglöckchen und wir – die Ringelstrumpfelfe Yvönnsche und ich – bespringen das Miniauto, das den Vormittag sehnsüchtig wartend in der Tiefgarage meines Arbeitgebers gewartet hat.

Zu Hause hängt die Aufgabenliste, eine immens lange Aufgabenliste, die sich über so viele Minizettel verbreitet, dass ich all jene an den Glaseinsatz meiner Wohnzimmertür geklebt habe. Unterpunkt vierundsiebzig (und ja ein gewisser Hang zur Übertreibung besteht) besagt in schöner Schreibschrift „zum Superkosum fahren“.

Superkonsum, weil’s im Superkonsum schlicht alles gibt und auch nicht besonders teuer, was eine Lüge ist und ich weiß das, aber ich fahre trotzdem.

Der Superkonsum mit dem blauen M und ich pflegen nur so lange eine friedlich Coexistenz, so lange ich nicht in die Nähe oder gar in den Superkonsum muss. Sobald Yvönnsche lässig ihre Ich-darf-hier-rein-Karte aus ihrem Monsterhandtaschenblatt gekramt hat steigt bei mir die Angespanntheit, Gänge über die ich mitnichten drüber gucken kann, Maisdosen in der Größe von Dreijährigen, alles ist im Slalom aufgebaut nur ohne Fähnchen, ich fühle mich wie in dieser Geschichte mit der Bohnenranke und dem Jungen und dem Riesen, nur dass ich nirgends rauf klettern musste und auch kein Junge, dafür aber im Konsum der ausgefallenen Größen.

Die Ringelstrumpfelfe behält die Ruhe und den Durchblick findet alles und auch noch schnell, obwohl alles mal wieder unwahr ist, denn alles gibt es nicht insbesondere nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Meine Anspannung wächst, ich beschließe, dass wir noch mal zu IKEA müssen, was dem Zeitkontingent nicht hilfreich ist, imaginär klebe ich ein Zusatzzettelchen an meine Glasscheibe, wir verlassen die METRO und ich habe das Gefühl, das ich Urlaub bräuchte…

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4 Kommentare - “der Feenfestaktionismus – Teil 2”

  1. zimtapfel Says:

    Oh ja, ich kann es nachfühlen! Diese Riesensupermärkte überfordern und erschlagen mich immer sowas von mit ihrem riesigen Angebotsmassen… Fast so, wie damals im amerikanischen Monstersupermarkt. Ich will einkaufen, stehe vor Regalen voller beispielsweise Milch, dreitausend verschiedene Sorten, fünfzigtausend verschiedene Packungsgrößen, und denke nur: Wie, ich muss mich da jetzt für was entscheiden? Aber ich will doch eigentlich nur noch hier raus!


    • Um Himmels Willen… Ich finde das ja immer schön zum gucken und stauen, aber unter Zeitnot und zum realem Einkauf ist mir doch ein normaler Supermarkt lieber.

  2. Yvönnsche Says:

    Guten Abend,

    ja… Ruhe bewahren war wohl auch meine einzige Option. Wie sonst hätte ich wohl das andauernde, mantraartige „Ich-hasse-diese-Riesenläden-in-denen-es-heisst-es-gibt-alles-aber-es-ist-doch-gar-nicht-so-und-überhaupt-ist-alles-mindestens-genauso-teuer-wie-anderswo-auch-…-wenn-nicht-noch-viel-teurer-…“ aushalten und dabei die sich ankündigende Panik meiner Begleitung abwenden können.

    Lieben Gruß
    Yvönnsche

    P.S.: Liebe Frau Lott, Du hast Dich wahrlich phantastisch geschlagen… ich bin stolz auf Dich.


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