der Kampf um die verlorene Liebe – Teil 33

Es ist Montag und ich bin wieder stark erstaunt über die verschiedenen Arten von Übelkeit, die mein Körper verursachen kann.

Es ist Montag, gestern war Sonntag, sein Sonntag, sein Geburtstagssonntag. Und weil dieser Sonntag sein Geburtstagssonntag ist, rufe ich an und erfahre, dass er in Berlin ist und nur wenig später, dass es dann weiter geht nach Hamburg.

Hamburg“, klingelt es zwischen meinen Ohren wieder und meines Wissens gibt es nur ein Hamburg, nämlich mein Hamburg. Und während ich in meinem Hirn nach anderen Hamburgs google, verpasse ich fast die Info, dass er hier – in meinem Hamburg – Vorstellungsgespräche hat.

Vorstellungsgespräche in Hamburg.

Hamburg im Sommer ist das schönste Hamburg, die Leute gehen einen Schritt langsamer, der Wind macht die Luft erträglich und wenn nicht bietet die Masse an Wasser und Wassernähe doch zumindest die Möglichkeit, die Beine reinzustrecken, Schatten unter Laubblattdächern, draußen sitzen und Fritz Melonenbrause schlürfen. Hamburg im Sommer ist wie fast jede Stadt im Sommer eine Schokoladenseitenstadt, im Urlaub eh.

Er kennt nur mein Urlaubsschokoladenseitensommerhamburg samt rosa Brille und mich.

Montag, wir sind verabredet und tausend mögliche Übelkeitsarten begleiten mich. Die Stationen der Haltestellen ziehen sich als wenn ich mit der novosibirksischen Eisenbahn durch sibirische Weiten fahren, ich lese mich durch die Beigabe der Süddeutschen und weiß nun alles über Wildfisch, Ziehfisch, Zuchtfisch, aber auf jeden Fall Speisefisch, ich fühle mich nur begrenzt umwerfend und nur sehr begrenzt zauberhaft. Ich fühle mich wie man sich nach neun Stunden Arbeit eben fühlt und das mit semiüberzeugender Aura.

Die semiüberzeugende Aura und ich sind sprachlos und sprachlos sind wir wirklich selten.

Zwischen Steak und Creme Brulee erfahre ich, dass die Vorstellungsgespräche gut gelaufen sind und zwar so gut gelaufen, dass er nächste Woche wieder kommt zum Probearbeiten und Zweitgesprächen, auch eine weitere Erstvorstellung könnte anstehen. Mein Löffel klappert auf die Zuckerkruste, ich überlege, ob ich die Frage stelle und stelle sie nicht…

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12 Kommentare - “der Kampf um die verlorene Liebe – Teil 33”

  1. blaueSuppe Says:

    „oh nein“ war mein erster Gedanke, als ich die Überschrift las.

    Heute ist Donnerstag. Ist’s schlimm?

    Ist Hamburg groß genug für Euch beide?


  2. welche Frage schwirrte in deinen Gedanken?


    • Um meinetwillen?

      Aber da ich nicht der Nabel der Welt bin auch nicht von seiner, habe ich nicht gefragt. Obwohl es mir ein Rätsel ist und wohl auch noch etwas bleibt.

  3. Himmelhoch Says:

    Ich denke, es war gut, dass du nicht gefragt hast. Hätte er antworten wollen auf die Frage, die er gespürt haben muss, hätte er das ungefragt getan.
    Hamburg ist nicht nur im Sommer ein Traum. Die Alster ist im Sommer zum „Segel-Ertrinken“ (13.7.) und im Winter zum Alsterfest-auf-Eis-feiern gut.
    Ich kann deine HH-Begeisterung 100%ig teilen und verstehen.


    • Ich glaube das letzte Auf-dem-Eis-Alstervergnügen ist schon 12 Jahre her, aber du hast recht Hamburg hat immer seinen Reiz im Sommer sind es eben nur noch ein paar mehr.


  4. Hamburg ist groß genug für beide…wenn man will :)

    Irgendwie ist mir wieder nach einem: Hach. Oder doch lieber Ach? Ich weiß es nicht.

  5. frau musgrave Says:

    Oh ich wuensch es ihnen so, das happy end – zumindest die raeumlichen vorraussetzungen sind doch jetzt schon wesentlich optimierter und somit laufen die dinge zumindest in die richtige richtung! Ich druecke fest die daumen…


    • Vielen Dank…

      Und mal gucken wohin das Daumendrücken führ oder ob Hamburg schlicht die schönste aller Wohnstädte Deutschlands ist und der Umzug schlicht darin begründet liegt.

  6. Yvönnsche Says:

    Guten Morgen Frau Lott,

    wie viele Anderen hoffe auch ich…
    …nur vielleicht noch etwas mehr, als Viele, wo ich doch weiss, um was für einen wunderbaren Menschen – nein, eigentlich Zwei – es geht.

    Lieben Gruß,
    Yvönnsche


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