im Spargelreich

Schaut man in meinen Kühlschrank, könnte man denken, ich hätte eine Spargelfarm überfallen. Spargel über Spargel lagert in wahlweise schwarzen oder durchsichtigen Plasteboxen mit Plastedeckeln, darin dicke Spargelstiele mit hübschen Köpfen aus deutschem Lande. Geht man davon aus, dass ein Pfund Spargel in den lustigen Erdbeerhüttchen momentan um die sechs Euro kostet, bin ich reich – spargelreich, spargelreich im Spargelreich (alias meine Wohnung) sozusagen…

Fakt 1: In den nächsten Tagen gibt es Spargel, Spargel mit Soße und ohne, zu Fleisch oder Fisch oder pur, als Salat oder Suppe – schlicht Spargel!

Fakt 2: Ich habe keine Spargelfarm überfallen und massenhaft Spargelstängel gekidnappt, bei uns an der Arbeit gab es Spargel. Nicht etwa in der Kantine wie an anderen Arbeitsstellen an besonderen Tagen, sondern in der Tiefgarage vom Laster. Vorsortiert, verpackt in Tüten a drei Portionen a 500g Spargel, a einmal geschält mit Kopf, einmal ungeschält mit Kopf, einmal geschält ohne Kopf dafür bereits mundgerecht gestückelt. Die Firma, die meinen Lächeljob beherbergt, hat weder mit Lebensmitteln im Allgemeinen noch Spargel im Spezifischen zu tun. Aber mein Chef hat die richtigen Kontakte und so steht – ohne dass jemand genau weiß wieso oder warum – jedes Jahr im Mai ein Laster in der Tiefgarage und verteilt Spargel an die Mitarbeiter, abgepackt und vorsortiert in Tüten. Ich bekam zwei!

Spargel, Spargel, Spargel!

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19 Kommentare - “im Spargelreich”

  1. Ruthie Says:

    Schön! Wenn Du den auch noch magst, ist es noch besser!

  2. chinomso Says:

    Es gibt wenige Dinge, die man essen kann, die ich nicht essen mag. Und dazu gehört Spargel.

    Aber wohl bekomms.

  3. zimtapfel Says:

    Hmmmmmmmm, sehr reizvoller Arbeitsplatz, ich muss schon sagen!

  4. fraeuleinfrieda Says:

    …ich bin neidisch…
    und wünsche Dir guten Appetit :-)

    Liebe Grüße,
    Katja

  5. Herr Teddy Says:

    Mit Köpfchen geschält? ;-)

  6. Himmelhoch Says:

    Beneidenswert ist lediglich: „Geschälter“ Spargel – den anderen kann ich mir ja auch kaufen, aber wer garantiert mir faserfreies Schälen?


    • Inzwischen (seit gut 2 Wochen) habe ich mich wieder zum Spargel-Schäl-Experte etabliert. Die Massen an zu verzehrendem Spargel machten es nötig… ;)
      Wie immer gilt: Übung macht den Meister! :)


    • Der Schenkspargel ist wunderbarst geschält und den andern mach ich schon dann anständig nackig!

  7. frau musgrave Says:

    In London gibt es garkeinen Spargel, jedenfalls keinen Hollandaise- tauglichen weissen – von daher laeuft mir bei der Vorstellung Ihres Kuehlschranks gerade ganz grandios das Wasser im Munde zusammen…

  8. frau musgrave Says:

    Naja, Hamburg ist ja auch nicht uebel!


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