in der Warteschleife

Noch zehn (Arbeits)Tage bis ich mich vom Lächeljob eins verabschiede, genauer gesagt, noch zehn Tage exklusive heute, neun im Früh- und einer im Spätdienst. Noch fünfzehn Tage, inklusive heute bis zum Urlaub. Noch 23 Tage bis zum neuen Job. Noch eine unbestimmte Anzahl an Tagen bis zum Frühling.

Ich bin der ungeduldigste Mensch der Welt und Warten bekommt mir nicht. Ich esse dann Schokolade und Überbackenes. Unschön, auch für die Figur.

Aber mal ganz abgesehen von der Figur versetzt mich das Warten unter Druck. Was unlogisch ist, denn ich muss ja nichts weiter tun, als der Zeit beim Vergehen zugucken. Aber irgendwie befinde ich mich in einer Art „Hab-Acht-Stellung“ und fühle mich wie eines dieser Erdmännchen, die auf die Hinterbeine gestellt in die Prärie (wohnen die in der Prärie?) schauen um Nahendes zu erspähen und notfalls die Gruppe zu warnen. Lächerliches Gefühl, denn ich bin die Gruppe und ich weiß ja sowieso schon, was auf mich zukommt.

Es ist auch nicht so, dass ich nichts zu tun habe. Ich habe massig zu tun. Ich könnte einen Frühjahrsputz machen oder Unterpunkt 37 bis 194 meiner endlos scheinenden Jahres-to-do-Liste in Angriff nehmen, ich könnte meiner Steuererklärung fertig stellen… Ich könnte.

Irgendwie lähmt die Erdmännchen-hab-Acht-Stellung meinen Tatendrang, auch wenn ich weiß, dass das die Wartezeit nicht verkürzt oder schneller vergehen lässt oder die Wohnung saubrer, die Jahres-to-do-Liste kürzer und auch nicht die Steuererklärung fertiger. Daher mein Wochenziel: Dem Erdmännchen schwungvoll eins auf die Rübe hauen (vielleicht mit ner Bratpfanne oder so) und weiter leben mit Schaffensdrang.

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11 Kommentare - “in der Warteschleife”


  1. Erdmännchen sein hat einen Vorteil: Einmal pfeifen, dann springen alle. Musst du auch mal ausprobieren…

  2. Erdbeere Says:

    Dann wünsche ich Dir viel Erfolg für diese Woche. Und ja, warten ist doof. Kann ich gut nachvollziehen.

    Wo ich es besonders hasse, wenn ich schon fertig angezogen bin und der andere noch soooo lange rummacht. ÄTZEND ;-)

    Du siehst, Du bist nicht alleine mit der Ungeduld!

    Montagsgruß
    Erdbeere


    • Oh ja, die Ungeduld!

      Ich habe es heute schon angepackt, die Wartezeitüberbrückung mittels Beschäftigung. Gesund gekocht, beim Konsum gewesen, Speiseplan geschrieben, aufgeräumt… Toll! Ich bin stolz, zumindest ein bisschen.

      Spätmontagsgrüße zurück.


  3. was soll ich sagen dito. Ich werd noch wahnsinnig

  4. frau kuni Says:

    ich kann Dir ja SOWAS von nachfühlen. GANZ GENAU SO geht es mir auch immer. Vor lauter Zappelei nicht wissen wo anfangen und dann doch wieder auf dem Sofa enden. Ist das normal?


    • Ich glaube das ist normal…
      Aber ich bin über meinen Schatten gesprungen und hab heute auch schon ein bisschen was erreicht in Sachen Ablenkung.

  5. palmenstrand Says:

    Ich kann Sie auch sehr sehr gut verstehen – aber auch wenn Sie es jetzt nicht glauben können und es nicht so scheint: es wird vorüber gehen und dann schauen Sie zurück und können sich irgendwann garnicht mehr daran erinnern, dass gestern mal gestern war! (äh-nachvollziehbar, dieses Gestammel??) LG

  6. chinomso Says:

    Das Gras wächst auch dann nicht schneller, wenn man dran zieht.


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