juhuuu, ich bin die Heimwerkerfee

Ich mag dieses schwedische Möbelhaus mit den vier riesigen, blauen Buchstaben auf gelben Grund.

Am Montag schon war ich beim Schweden und habe Nubsilies besorgt – und ja ich bin mir sicher, dass Nubsilie der Fachbegriff für die Dinger ist, die wie eine Mutter zu empfinden sind und die Schaubenköpfe festziehen, damit das Regal/der Schrank/der Stuhl/das Wasauchimmer nicht in seinen Urbausatz auseinanderfällt, weil die Schrauben in Spanplatte eben doch nur einen begrenzten Halt haben und Gegenzug benötigen.

Nubsilies jedenfalls gab es am Automaten für einen Euro, für den es wiederum ebenfalls einen Gutschein für ein Nachfüllgetränk am Hot-Dog-Tresen gab.

Das Schubladenschränkchen, das in meinem Schlafzimmer wohnt, ist ein IKEA-Möbel von der Pseudotante und hat den Hang zum Schubladenfallenlassen. Die unteren Achsen sind nicht so dicht beieinander wie sie müssten, drum ist der Abstand geschätzte 2,7mm zu groß, was dazu führt, dass die Schubladenschiene (am Gehäuse) die Schubladenrollen (am Schub) nicht fasst und die Schublade nach unten fällt. Unschön, weil die Schubladen so nicht schließen und nervig, weil die Schubladen nicht rausziehbar sind.

Das Sideboardproblem besteht seit November.

Im Januar habe ich die Schubladen outgesourced (ich liebe dieses Wort) und im Flur zwischen gelagert um weitere Schreikrämpfe beim morgendlichen Sockenraussuchen (ja, die sind in den Schüben) zu vermeiden. Dass der Flur als Willkommensheißungsgebiet nun nicht mehr in Adrettität versank – nun ja!

Jammi und ich haben bei unserer Übernachtungsparty, das Sideboard-ahhh-die-Schubladen-Problem untersucht und festgestellt, dass wo vier Nubsilies sein sollten nur zwei Nubsilies sind: Problem erkannt, Gefahr gebannt.

Gestern hab ich also erneut das Sideboard gewendet und die Nubsilies mit Schmackes reingedreht. Tadaaaa, Regal steht.

Was blieb war ein weiteres Schübeproblem, während seiner Flurzeit hatte der untere Schub, der in dem die Handtaschen wohnen, sich eine Schraube ausgerissen (okay, ich habe sie ausgerissen beim schwungvollen Drumherumsaugen), besagte Spanplatte franste aus, Schienenhalterung im Arsch Mors, Schiene schlackerte rum. Unter Zurhilfenahme von Alleskleber der besseren Marke habe dich die Schiene „überredet“ ihren Standort beizubehalten und sogar Geduld bei der Trocknung bewiesen (wo doch Geduld so gar nicht meine Stärke ist), des Weiteren habe ich leise versprochen, nur ganz vorsichtig zu öffnen und bei der Beladung nicht maßlos zu übertreiben. Summa summarum Schübe drin, schließen eben mit der Vorderfront, Regal steht, Flur Adrettität wieder hergestellt – noch mal tadaaaa!

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17 Kommentare - “juhuuu, ich bin die Heimwerkerfee”

  1. Himmelhoch Says:

    Mein Gott, liesvonlott, was verwendest du nur immer für schwere Aussprachewörter, vom schwere Ausdenkwort ganz zu schweigen. „Nubsili“ – bist du sicher, dass sich damit nicht nur einer einen Sprachscherz leisten wollte.
    Zu Hamburg als Lieblingsstadt. Der wirklich liebste Mensch starb 1996 in Wandsbek, meine allererste und gute Freundin wohnt in Niendorf, eine andere in Duwenstedt und überhaupt. – Aber ihr habt immer so ein Sch-wetter.
    Lieben Gruß von Clara


  2. Nubsili ist doch mein Wort und deswegen bin ich mir auch so sicher, dass es das richtige Wort ist, denn wenn immer ich ein Nubsilie brauche, weiß ich sofart was gemeint ist. Nur manchmal eben die anderen nicht!

    Ach ja, Hamburg und das Schittwetter. Aber wir haben nicht mehr Niederschlag, sondern nur öfter!

  3. Yvönnsche Says:

    Liebe Frau Lott,

    als ich mir die Kommode ansah (letztes Jahr, zwar gegen Ende, aber immerhin) da sagte ich Ihnen doch schon, dass es wohl an den fehlenden Haltedingilies, respektive Nubsilis liegt, dass das Teil einfach nicht in Form bleibt…
    Muss aber sagen, es ist toll, zu lesen, dass Sie dieses Problem angegangen sind und es auch dermaßen erfolgreich gelöst haben.

    Lieben Gruß,
    Yvönnsche


    • Du sagtest zuerst was von Blendleiste zu lang und da hat mein Heimwerkerherz schon so eine Furcht bekommen, dass ich dir beim Rest nicht folgen konnte…

      Aber jetzt – Nubsili sei Dank – Kommode steht!

  4. zimtapfel Says:

    Nupsi heißt das, einfach nur Nupsi.
    Wobei Nupsi sich auf alles anwenden lässt, was klein und ohne nähere Eigenbezeichnung ist. Besonders gern aber auf Kleinteile, die man für Schränke und ähnliches braucht.


    • Ja, aber es war doch ganz sicher ein Nubsili, er hat sich persönlich „vorgestellt“. Nubsi sind doch die Drücker in der Autotür innen…

    • zimtapfel Says:

      Wie gesagt: Alles, was klein und nupsig ist, kann ein Nupsi sein. Die Dinger zum Beispiel, die man seitlich in die Schrankinnenwände drückt, um die Einlegeböden daraufzulegen, das sind ganz klar Nupsis.


    • Es könnte auch ein Dingili sein oder ein Schnubili, die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt!

  5. frau kuni Says:

    derf ich auch mal einen klugscheißerischen Beitrag bringen: da Du ja extra betonst, das Wort zu lieben:

    outsourcing. source = Quelle. Und wenn man es unbedingt verdeutschen muss: out-ge-source-d

    Das ist ebenso verquer wie ge-cancel-led. Ich vermeide sowas tunlichst in der Schriftform, da hohes Fehlerquellenpotential. Sagen tu ich es hin und wieder auch :)

  6. bonifaz Says:

    Also, bär kann besagtes Einrichtungshaus nicht mehr gut leiden. Aufgrund seiner früheren Wohnsituation -ständig Wasser von oben- kann bär Pax und Billy in rasanter Geschwindigkeit allein auf und ab bauen. Nie fehlte es an gedingstem oder genubstem Material, es fehlten immer gleich ganze Schranktüren, Regalbretter oder Rückwände…….da konnte noch nicht mal improvisiert werden! Glückwunsch zu den gelungenen Instandsetzungen.


    • Oh ja, das ist besonders ärgerlich…

      Fehlende Türen, Zwischenbretter, Deck-, Boden- oder Rückplatten hatte ich glücklicherweise noch nicht und möchte auch weiterhin drauf verzichten…

  7. chinomso Says:

    Ich finde deine Wortschöpfungen einfach süß. Und ich überlege, ob du nen Inbus meinst. Aber ich denke schon.

    übersetzungsversuch von „Lies von Lottig“ ins Deutsche. :-)

    Ach ja, was ich noch sagen wollte. Ich habe auch nen Lächeljob. Und ich wusste das garnicht, dass es einer ist. Und das obwohl ich gerne lächel.


    • Danke *ich mach mal schnell nen Hofknicks*!

      Das Nachschlagewerk „Lies von Lottig – Deutsch“ ist in Bearbeitung, ein Inbus ist allerdings dieses Mal nicht gemeint…

      Ich habe mal ein Erklärbild gesucht und sage Ihnen, es ist das Nubsili zwei in der zweiten Reihe.

  8. Erdbeere Says:

    Schön verfasst, lesen hat Spaß gemacht!

    Meine Freundin, nennt Deine Nubsilies, Pömmels.
    Ob das der Fachbegriff ist, sei dahingestellt *g*.

    Den Begriff Outsourcing,ist doch eher negativ belastet. Frei nach dem Motto: Wir sourcen Mal eben aus, und schwupps bist Du Dein Job los ;-)
    Der von Dir in Zusammenhang gebrachten Begriff gefällt mir da viel besser!

    Freitags-Freude-Wochenendgruß
    Erdbeere

  9. chinomso Says:

    Ach das Nubsili!! Jetzt ist alles klar. Den Namen kenne ich auch nicht, obwohl ich davon schon einige „verarbeitet“ habe, denn ich mag das gelb-blaue Möbelhaus auch.


  10. @ Erdbeere: Pömmels kenn ich auch, die sind bei mir aber flauschig!

    @ chinomso: Aber der Name ist doch ganz sicher Nubsili!! Ich bin mir sicher – hihi…


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