der verlorene Kampf um die Liebe – Teil 25

Der Tag, an dem sich die Welt in Sachen Erinnerung gegen mich verschwor…

Ich hatte letzte Woche das Soljankaschüsselchenauto zur Leihgabe. Eine Sache, die mich immer mit grenzenloser Freude erfüllt, insebesondere wenn ich es schaffe eine klitzekleine Parklücke zu finden und trotzdem unter dem Fahrlehrer-stolz-machendem zu Rate ziehen von Parallele-Hypothenuse-Parallele rein passe. Grenzenlose Freude, die bröckelt, wenn man dann aufblickt und vor sich zwei kleine Buchstaben auf dem KFZ-Zeichen, die in Hamburg circa 520km weit von zu Hause entfernt und ansonsten im südhessischen Raum zu finden sind, sieht.

Wenn dann der Kollege noch freudig in der Yellow-Press blättert um mir nach bestem Wissen und Gewissen das Krebshoroskop vorzulesen und Krebse diese Woche ja nun die besten Chancen haben sich neu zu verlieben. Dann noch äußert: „Das ist doch mal was, nicht?“. Ja, das ist doch mal was, mal abgesehen davon, dass ich nicht an Horoskope glaube, bin auch nicht ich – was der Kollege vergaß – es die Krebs ist, sondern er – der aus der südhessischen KFZ-Kennzeichen-mit-zwei-Buchstaben-Stadt.

Den Tag verwunden falle ich nach zwölf Stunden Arbeit auf mein Sofa um nichts zu tun und zappe mich durchs abendliche Beschallungsprogramm, bleibe beim Wetterbericht (um nach der Schneefrage zu schauen) hängen und erfreue mich an einem Sturmtief, das so heißt wie er…

Ich vermisse ihn!

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16 Kommentare - “der verlorene Kampf um die Liebe – Teil 25”


  1. Ach Mensch, das tut mir immer so Leid zu lesen, dass es immer noch weh tut. Wird es denn ein winziges Bißchen besser? Wenigstens???
    Ich wünsche es Dir jedenfalls.


  2. Mhhh, manchmal ist es besser, aber manchmal ist es eben immer noch ätzend…

  3. pampashase Says:

    Manchmal scheint es so, als hätte sich wirklich alles verschworen…gott sei dank, hat man das nicht jeden Tag… :-)

    Ich bin immer am überlegen, ob das an meiner Tagesverfassung liegt und ich vielleicht an einem anderen Tag diese Dinge gar nicht wahrgenommen hätte…oder…es ist wie es ist, die Welt stinkt!

    • bea Says:

      Na Kind,

      habe heute mal wieder auf deine Seite geschaut…. gibt schon doofe Tage *wissendschau* …….. was ich auch immer so scheixxe fand war dieses Achterbahngefühl in der Magengrube wenn ich Ihn plötzlich gesehen habe………… da wird (wurde) einem (mir) so richtig schlecht :/

      was ist mit ww???


    • Hallo Bea,

      meine Magengegend hat auch ne Dauerkarte fürs Kettenkarusell und mein Kopf fährt Riesenrad…

      WW, wenig Zeit um reinzuschauen im Moment viel zu tun. Gelobe Besserung, wenns hier wieder ruhiger wird (gegen Anfang des Jahres).


    • Du hast recht, die Welt stinkt, mal nach mehr Blumen, mal mehr nach ***…

      Tagesform meets Umstände, vielleicht!?

  4. midlifelover Says:

    Hm, manchmal sind es gerade die für andere Leute unsichtbaren, unbedeutenden Details, die einem den Verlust eines geliebten Menschen wieder richtig bewusst machen können. Dieses Plötzlich-aus-der-Bahn-geworfen-werden gehört zweifellos zu den schmerzhaftesten Erfahrungen überhaupt. Hilflosigkeit, Ohnmacht, und manchmal ein bisschen Selbstmitleid, der ideale SeelenCocktail um „the missing link“ wieder hautnah zu spüren; ich kann da (wenn auch nur annähernd) mitfühlen. Bei mir sind es jetzt über 3 Jahre, und mit jedem Tag fehlt sie mir ein bisschen mehr. Doch es ist nichts mehr zu machen. Definitiv. Vielleicht sollten wir mal einen „Club of Broken Hearts“ gründen. Aber ob es uns dann besser gehen würde ? Kann man da irgendwas wieder zusammenflicken, damit es nicht mehr ganz so weh tut ?
    Auf alle Fälle werde ich (bis dahin) deine echt spleenigen und sehr wort(anspielungs)reichen posts lesen. They really „make my day“ :)


    • Ich überzeuge mal ausnahmsweise mit Wortkargheit und schreibe nur: Danke!

    • midlifelover Says:

      Danke zurück, auch etwas karg. Übrigens hab ich grad´ WortKRANKHEIT gelesen. Also das kann ich mir bei dir nun doch nicht so vorstellen …

      Lg
      Frank


    • Wortkrankheiten? Schön, sehr schön… Aber ebenso selten wie Wortkargheiten.

    • midlifelover Says:

      Wortkargkeit könnte aber ein ernsthaftes Symptom einer WortKRANKheit sein …(sich) plötzlich gar nichts mehr zu sagen haben. Keine verbalen Botschaften mehr aussenden. Nur noch innere Leere, die der äußeren Stille entgegen tritt …

  5. blaueSuppe Says:

    Ja, sowas ist doof. Ganz doof. Diese kleinen fiesen Stiche, die Erinnerungen einem so geben. I’m with you.


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