Akzentfarben und grenzenlose Entscheidungsprobleme

Also, am 1.April hab ich in der mittelhessischen Provinz meine Koffer gepackt und (zum Erstaunen der helfenden Herrenrunde am Einzugsort) in ausgekrügelter Tetrissystematik in einen Leihsprinter buxiert. 370km später, Ankunft in Hamburg…

Inzwischen sind geraume Monate vergangen und ich bin eingezogen; Kisten, Koffer, Tüten sind ausgepackt und in Schränke sortiert; ein paar neue Möbel sind dazu gekommen und doch fehlt hie und da noch eine Kleinigkeit. So quälte mich wochenlang die Frage nach einer Akzentfarbe fürs Wohnzimmer. Mein Wohnzimmer ist beige mit einer ornamentalen, ehemalig weinroten, dank dreifachen Überpinselns inzwischen aber beigen Borte in 1,1m Höhe; der Bodenbelag ist Nussbaumlaminat mit Maserung, gegenüber der großen Fensterfront samt Balkontüren (hab sogar zwei von denen) liegt mittig die Wohnzimmereintrittstür. Rechts davon waagerecht zur Tür, mittig im rechten Raumteil ein hölzerner Esstisch mit massiven Messingbeinen und vier dunkelbraunen Lederstühlen drum herum, links davon an der Wand ein Pseudo-Rattansofa in dunkelbraun, gegenüber ein passender Rattansessel samt beiger Kissengarnitur und ein Rattancouchtisch, sowie eine hellere Korbkiste mit Pixel-Schauspiel-Bespaßungsaperat darauf. Braun und Holztöne aller Art, und ich auf der Suche nach einer Akzentfarbe.

Also durchblätter ich einmal im Monat meine favourisierte Wohnzeitschrift auf der Suche nach der perfekten Akzentfarbe, die nicht zu aufdringlich, zu unauffällig, zu langweilig oder ähnliches ist… Dabei kommt mir mal die eine, mal die andere Idee, aber die Entscheidung fällt schwer. Es soll möglichst zufällig und ungewollt und doch irgendwie passend zu mir, zur Wohnung und nicht angestrengt – schlicht perfekt – aussehen.

Nach Wochen des Überlegens habe ich mich nun festgelegt. Grün!

Grüne Bilderrahmen sind noch als Überbleibsel einer ehemaligen Flurgestaltung geblieben, der Flohmarktschatz alias mindgrüne Übertöpfe ist auch vorhanden, kleine grüne Weinfläschchen als Dekoobjekt für die Fensterbank waren auch schnell besorgt und gestern hab ich beim schwedischen Einrichter meines Vertrauens „Unsummen“ für grüne Dekoobjekte ausgegeben.

  • 1,79€ grüne Papierservierten
  • 2,50€ Grünpflanze

 

Mehr Grün, mein Grün war nicht zu bekommen.

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3 Kommentare - “Akzentfarben und grenzenlose Entscheidungsprobleme”


  1. Hoffentlich hast du dich bei diesen enormen Unkosten nicht ins Unglück gestürzt! ;)


  2. Ja, aber ich denke diese finanzielle Belastung ist gerade noch so zu verkraften *hihi*

  3. pampashase Says:

    Genau…grün!…das wollte ich grade vorschlagen! Ich finde grün paßt immer…meine Lieblingsfarbe :-)

    Mittlerweile hab ich meine Kombinationen raus:

    helles Holz, helles grün, orange Farbtupfer
    oder
    dunkles Holz, dunkleres grün, lila Farbtupfer

    ich finde beide Varianten super, deshalb ist das Wohnzimmer in hell mit Kiefer und das Schlafzimmer in dunkel mit alten Möbelstücken aus dunklem Holz…bei der Einrichtung geht es mir wie mit dem Essen, ich will immer von allem etwas! :-)


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