„bald“ in Sachen Weihnachten

Nachdem meine Mutter letzte Woche erfreut verkündete: „Ich hab schon dein erstes Weihnachtsgeschenk…„, und ich mir fast sicher bin, dass es schon eingepackt irgendwo in der Wohnung (also ihrer, nicht meiner) steht, ist mir aufgefallen, dass ich spät dran bin, denn…

…in meiner Seele paart sich der detailverliebte Perfektionist mit dem Weihnachtsjunkie, was in Bezug auf Weihnachten, eine Sturmflut von tollen Deko-, Geschenk-, Brief-, Verpackungs- und Kochideen auslöst und mich jedes Jahr wieder in eine charmant-galante Mischung aus positiv-negativem Stress stürzt. Wie jedes Jahr will ich mich auch dieses Jahr gegen diese Art von Stress wunderbar wappnen, es erfolgt Wappnung durch Karoblock…

Der karierte Untergrund besagten Karoblock unterstützt die ordentliche Erstellung von Listen. Listen zur Orientierung im Weihnachtswirbel, zum Abhaken und Durchlesen, Gedanken sortieren und – am wichtigsten – zum Erinnern. Folgende Listen werden dieses Jahr für eine perfekte Weihnachtsorganisation erstellt:

  • die Postliste (unterteilt in Mail-, Brief- und Kartenverschickung)
  • der Wunschzettel (der in meiner Familie noch immer ein anerkanntes Mittel für die Findung des richtigen Geschenks ist und gerne gesehen wird, da das Listenschreiben allerdings in der Familie zu liegen scheint, muss man sich damit ranhalten um ihn nicht erst nach der Geschenkebesorgung einzureichen)
  • die Einkaufsliste für den Bereich Deko, Küche und Haushalt (da ich dieses Jahr das Weihnachtsfest annektiert habe und der 25.Dezember entgegen unserer sonstigen Tradition nicht beim Bruchen im Steakhouse – und ja das mit dem (!!!) stellvertretenden Restaurantleiter – sondern bei mir stattfindet)
  • und am wichtigsten die Verschenkliste

Die wesentliche, wichtige Verschenkliste muss gut durchdacht werden, denn die (Ex-)Modedesignerinnen-Ehre gebietet, dass möglichst alle Geschenke selbstgemacht sind oder wenigstens etwas Selbstgemachtes beinhalten. So gab es in den vergangenen Jahren bestickte T-Shirts, malte Bettwäsche, Schals, Kräuteröle, Röcke, Taschen, leckere Parmesankekse, selbstgebundene Bücher, verfeinerten Senf, bedruckte Schlafanzüge, Stulpen und, und, und.

Bei Neulingen in meinem Bekanntenkreis bzw. dem Teil des Bekanntenkreises, dem eine Eingliederung in die Verschenkliste wiederfährt, sorgt die Aussage des Geschenkebasteln zu Augenrollen und dem Angstschweiß auf der Stirn. Der blanke Horror vorm Selbstgebasteltem ist zu erkennen. Zu groß die Erinnerung an selbstgetöpferte Kresseigel, abstrakte Kunstwerke ala Kleinkind und die Resteverwertung leerer Verpackungen.

 

Die durchdachte Verschenkliste enthält natürlich weder Kresseigel noch sonstige Horrorvisionen des Basteleienphobikers.

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