Umzug mit dem Münchner Kindl auf hessisch
Februar 6, 2010
Denn Yvönnsche das Münchner Kindl zieht nämlich um und ich bin “eingeladen”.
Eine Einladung zu einem Umzug kann man natürlich nicht ablehnen.
Insbesondere dann nicht, wenn es ein Zwei-Personen-Umzug ist, bei dem die Umziehende (alias Yvönnsche) in ihrem Leben bisher erst einmal (von München nach Sachsenheimchen) umgezog und daher gelinde gesagt ahnungslos ist, und die andere (alias ich) schon circa 15 bis 20Mal umzog und somit nicht mehr ganz so ahnungslos ist…
Auf Grund der vielen Umzüge, die ich mit meinen 25 inzwischen auf dem Buckel habe, eilt mir ein Ruf als perfekter Fluchthelfer (denn wer kann schon eine halbe Wohnung binnen von zwei Stunden in zwölf Kisten packen) voraus.
Gestern Abend bin ich also nach der Arbeit in ein Auto gestiegen zu zwei Mädels, die mit einem Kombi gen Österreich fuhren und mich in Mittelhessen wieder raus ließen. So einfach wie sich das Zu-zwei-Mädels-ins-Auto-steigen anhört war es aber gar nicht, denn im Süden Hamburgs scheint eine akute Streusalzknappheit zu herrschen und so bewegte ich mich mit gefühlten 75mh (Meter pro Stunde) zu den wartenden Fahrerinnen, welche beide im sozialen Bereich arbeiten, mit sich und der Welt vollkommen im Reinen schienen un d mich bis auf drei Sätze zur Gänze ignorierten. So saß ich also bis 23:40 in diesem Wagen beobachtete die Lichter in der dunklen Landschaft und hing meinen Gedanken nach. Gen Hessen fahren und seinen Gedanken nachhängen ist auch nur halb eine gute Idee, aber ich habe den Powerknopf (fürs Gedankenausschalten) zu Hause vergessen.
23:40: Ankunft im mittelhessischen Nirgendwo – Sachsenheimchen…
Yvönnsche und ich begossen unsere Kurzwiedervereinigung mal eben mit ner Kanne Pfefferminztee (kein Likörchen) und dann habe ich mich mit der wohnlichen Ausgangssituation vertraut gemacht.
Ich bin der Umzugsdiktator!
Vielleicht liegt es an der Masse meiner Umzüge, wahrscheinlich aber eher an meiner herrischen Art und daran dass ich meine Freizeit lieber anders mache als mit Umzügen (ja, auch denen von guten Freundinnen) zu beschäftigen oder auch daran, dass ich es hasse, früh aufzustehen ebenso wie wenn die Zimmer nur halb verpackt sind und man noch tausend Minibaustellen hat. Auf jeden Fall tüteten, kisteten, motteten wir noch 90Prozent der ihrigen Wohnungsanteile ein, bevor wir uns endlich in die Kissen verkrümmelten.
Heute morgen kauften wir dann noch einige weitere Kisten.
Nachdem wir den blau beplanten Anhänger im Tetrissystem mit all dem Hab und Gut, was man in drei Jahren so ansammeln kann und das man davor ja vielleicht auch schon hatte, befüllt haben, sitzen wir nun in der Küche, essen ein Franzbrötchen und ich erahne den Muskelkater, der mich morgen heimsuchen wird.
Erkenntnisse vom 04.02.2010
Februar 4, 2010
- das Bücherstöckchen blockiert alle anderen Stöckchen – grrr!
- 500 Seiten in 10er Stapeln zu sortieren und zusammen zu tackern ist keine adrette Nachmittagsbeschäftigung
- mein Abendessen kommt vom Caterer – ich Luxusgör!
- schon wieder neue Schneeflocken…
- …und juhuu, nach zwei Monaten Winter hat es irgendwer geschafft den Weg vom Bus zur Bahn zu sanden, von waghalsigen Sprinten beispielsweise zu Bus oder Bahn ist dennoch abzuraten
- Mittagessen mit Jammi, welche zuvor ein Girokonto abschloss und ein Telefon geschenkt bekam, welches mit iritiertem (ach nein, ich verlas mich ja) intergriertem Anrufbeantworter war
- das Mittagsmenü kostete 6,90Euro
- in der Hamburger Innenstadt wären Schlittschuhe als Fortbewegungsmittel angebracht
- die Arbeitsintensität meines Wochenendes wird mir erst jetzt bewusst
- Schäler für die Hälser gabs heute 20% billiger und schlupp ist zu den 735 Schals, die ich besitze, noch einer dazu gekommen
- der Kontoauszugsdrucker überraschte mich mit einer ungeahnten Anzeige: Zu viele Daten, ihre Kontoauszüge werden Ihnen zugeschickt
- ab morgen kommt die Urlaubsvertretung zu Einweisung
- der Einweisungszeitraum beträgt eine Woche
- daher kriegt Frau von Lott jawohl gar keinen Urlaub
- zumindest nicht nächste Woche
Stöckchen…
Februar 4, 2010
Nicht gefunden und nicht geworfen… Aber wer sich angesprochen fühlt, darf gern zugreifen. Ich würde mich freuen!
Wie nah sind Sie dem Mensch, der sie sein möchten?
Die Pläne, die ich für mein Leben gemacht habe, die Mode, den Beruf, die Kunst und die Liebe betreffend, sind nicht eingetroffen. Aber innerlich im Sinne von Werten, Denk- und Handlungsweisen sitzt der Mensch, der ich sein möchte, neben mir auf dem Sofa. Ganz schön dicht dran also.
Erinnern Sie sich an Ihre Kindheitswünsche?
Nicht gut.
Und welche waren es in Ihrer Jugend?
Ich wollte autag sein – unabhängig.
Ich konnte mir alles vorstellen, nur wollte ich kein gewöhnlicher Mensch sein. Ich wollte etwas leisten, was wohl als schick gilt und kreativ. Mode, Journalismus, Eventmarketing, Werbeische – nach der Devise: Interessant und wichtig.
Sind Sie einen anderen Weg gegangen?
Ja! Nach dreieinhalb Jahren Modedesignstudium, was ein wirklich teures Vergnügen war und eineinhalb Jahren Anstellung als Modedesignerin, habe ich den Modehauptweg verlassen und befinde mich nun im Nirvana der Möglichkeiten mit gefühltem Zeitdruck im Nacken.
Was macht das mit Ihnen?
Ein bisschen verloren steh ich da im Nirvana der Möglichkeiten und jedes mal wieder, wenn die Frage kommt: “Was machst du eigentlich?”, kommt dieses Gefühl der Nacktheit und Bloßstellung, auch wenn es mit jedem Mal ein nanobisschen weniger schlimm ist.
Ich dachte eben, die Mode und ich das wäre für immer.
Haben Sie einen geheimen Wunsch oder Traum?
Jajaja… Viele und einen in Bearbeitung.
Müssen Sie dafür etwas leisten, es kaufen oder erfüllt er/es sich von allein?
Es ist ein Arbeitstraum, er ist mit viel Leistung verbunden, Unmengen Arbeit, massig Organisation und Durchhaltevermögen. Also, Daumendrücken!
Erkenntnisse vom 03.02.2010
Februar 3, 2010
- kein Mistwoch
- manch großes Tolles kann binnen weniger Augenblicke in seiner Bedeutsamkeit verlieren
- und nach (Schnee)Regen folgt eben Sonnenschein
- frisch colourierte Haare riechen immer so schön
- die Ausstrahlung rockt,
- was meines Erachtens damit zu tun hat, dass nach emotionalen Regentagen ein sonniges Gemüt um so heller strahlt
- Frau von Lott hat ein Geheimnis,
- welches sie so mit Freude anfüllt, dass Punkt zwei der Liste an Bedeutsamkeit für sie verliert, trotz der Traurigkeit, die das mit sich bringt
- ich spreche in Rätseln
- wenn der eine Bus ausfällt und man sich mit gefühlten drei Grundschulen bzw. deren Schülern den nächsten Bus teilen muss ist das unschön, aber ertragbar
- und fast vergessen: Die Pinguine sind wieder da, der Blog ist also endlich wieder angezogen…
Dienstag, der neue Montag
Februar 2, 2010
Nachdem gestern ja schon ein glorreicher Tag war und ich ständig von Euphorieschüben sowie Gute-Laune-Anfällen geschüttelt wurde (Achtung Ironie), gab es zum Feierabend ein kurzes Launenhoch zwecks Rückgewinnung des Handys und dann ging es in einer rauschenden Irrfahrt in die Tiefen der Launenhölle.
Heute ist Dienstag, die Lächeljobkollegin ist wieder gesund, mein Dienst reguliert sich auf ein ertragbares Pensum und trotzdem: Meine Montagslaune bleibt mir hold. Wahrscheinlich war der gestrige Tag einfach so voll von Scheiße Zerwürfnissen, Anstrengungen, Verwirrungen, Nachdenklichkeiten, Ärgernissen, dass dieses Launenchaos auf den Dienstag übergeschwappt ist.
Somit ist dieser Dienstag auch nur ein weiterer Montag.
auf die (un)charmante Art
Februar 2, 2010
Auf dem Weg zur Arbeit passiere ich den Hauptbahnhof, eine Frau mit zauberhaftem Promoter-Lächeln und schneeweißer Weste reicht mir einen Apfel. Sie hat wenig von der Hexe aus Schneewittchen, der Apfel ist gleichseitig rot, ich nehme also den Apfel und freu mich.
An dem Apfel hängt ein blauer Werbezettel in Form eines Blattes, auf dem zu lesen ist: Sind Sie der Apfel oder der Birnentyp? Finden Sie raus, wie viel Übergewicht Sie haben unter … (dann Internetseitenangabe). Meine Apfelfreude ist gewissermaßen etwas getrübt.
Charmante Beleidigungen gibt es dieser Tage also via Obst.
fern der telekommunikativen Welt
Februar 1, 2010
Weil ich berauscht von Adrenalinschub nach meiner Eisfahrt über den Ohlsdorfer Friedhof (ui, das hört sich ganz schön makaber an) vergesslich wurde und mit dieser Vergesslichkeit behaftet das Handy bei meiner Mutter vergaß, bin ich nun Abstinenzler der telekommunikativen Welt.
Die Vergesslichkeit ereilt mich selbstredend nicht an einem der 320 Tage im Jahr, an denen mein Handy ein trotzloses Dasein in meiner Handtasche erleidet. Nein, ich vergesse mein Handy natürlich an einem der 36 Tage im Jahr, an denen ich glaube, ohne Handy dem Wahnsinn zu verfallen.
Das Handy ist fort, was meine Welt in ein organisatorisches Krisengebiet verwandelt.
Nicht nur, dass ich einen riesen Tisch reserviert habe, um zusammen mit den Exkollegen ein bisschen den last day zu feiern, aber ich nicht zu erreichen bin, da telefon- und kontaktlos… …Nein, ich vergesse das Handy an dem Tag, an dem meine Lächeljobkollegin mir via SMS mitteilen wollte, ob sie noch krank ist und ich somit ihre Frühschicht mit übernehmen muss. Frühschicht zu einer so unchristlichen frühen Zeit, dass mein Körper niemals im Leben freiwillig aufsteht, ich aber neben telefon- und kontakt-, damit uhr- natürlich auch weckerlos bin.
Nachdem ich also diverse Onlineportale abgeklappert habe um mitzuteilen, dass ich nicht mehr von dieser Welt bin, aber in Sachen Abendessen alles so bleibt wie es ist, der vorherige Treffpunkt ebenfalls steht, dann sogar noch eine im Internet veröffentlichte TelefonHandynummer und damit den Auserwählten – den Neu-Hauptzuständigen für die Kontakterei finde, fällt mir mein eventueller Frühdienst ein.
Eine der drei Telefonnummern, die ich auswendig kann, ist die meiner Mutter und so klingel ich bei ihr Sturm. Ein abstraktes Gefühl begleitet meine abstrakten Erklärungsversuche, die durch das Mitteilungstableau meines Handys leiten. Schon komisch, wenn die Mutter so mit dem Handy und man sich fragt, was für alte SMS-Abgründe eventuell zu finden wären, obwohl diese Art von Neugierde meiner Mutter glücklicherweise fremd ist.
Die Vormittagslächeljobkollegin hat nichts geschrieben, aber es ist auch erst kurz nach vier, massig Zeit für eine SMS, die morgendliches Frühaufstehen prophezeit.
Im Osten und einer aufrührerischen Familie groß geworden nennen wir (Mutter und ich) die Fähigkeit des antikommunikativen Nachrichtenaustausches unser Eigen und so verbleiben wir, dass meine Ma mich auf dem Festnetz anruft, aber eben nur, wenn ich früh aufstehen muss und der verpasste Anruf auf dem Telefon dient dann als Zeichen.
Nachdem ich den Kollegen beim illustren Abendessen meine tollkühnen Windmühlenkämpfe der Telefonlosigkeit erzählt hab, reicht mit der Neu-Hauptzuständige sein Telefon mit der Aussage, ich solle jetzt meine Ma anrufen und fragen, ob ich denn nun arbeiten müsse oder eben nicht.
Ich muss! Und schon stellt sich die Frage Nummer zwei: Wer ist gewillt mich morgens um 5:40 aus den Federn zu klingeln?
Die Helden der Nacht – die Exkollegen der letzten Nachtschicht des Januars – erklären sich bereit diese mehr oder minder ehrenvolle Aufgabe zu übernehmen und so klingelt Punkt 5:40 Montag früh mein Telefon und verkündet, dass die rote Zora (alias ich) nun ihre zwei bis fünf Buchstaben auf dem Bett bequemen soll…
Danke, ihr tollen Exkollegen!
Erkenntnisse vom 01.02.2010
Februar 1, 2010
- der Winter und meine Müdigkeit scheinen unenedlich
- 13 Stunden arbeiten sollte man nur, wenn man mindestens die hälfte davon als Schlafprobant im Schlaflabor verbringen darf
- ui, feines Kopfkino – Schlaflabor (ein mit Matratzen ausgepolsterter Raum, der über und über mit Kissen befüllt ist)
- ach ja, die Mickey-Mouse-Stimme der Vormittagskollegin hält noch an
- ich vermisse mein Handy
- auf Grund von Weckerlosigkeit zwecks Handylosigkeit sprang ein Exarbeitskollege ein und übernahm den Weckruf um 5:40
- wiedermal Neuschnee
- montags passend zu meiner Laune lauter negativ konditionierte Anrufer
- außerdem Zahnweh, was nicht an Karies und Baktus liegt sondern am nächtlichen Zähneknirschen, da Schiene vergessen
- summa sumarum: doofer Tag
Ja, es liegt Schnee, viel Schnee, für Hamburger Verhältnisse sind wir sozusagen fast eingeschneit.
Das Soljankaschüsslchenauto steht bei Mutti vor der Tür und sammelt die Schneemassen auf sich, auf Grund guter S-Bahn-Anbindung und auch berüchtigten Sommer-wie-Winter-alias-Schnee-und-Matsch-Reifen befindet es sich quasi im Winterschlaf.
Bis gestern.
Gestern beschloss meine Ma, dass in Anbetracht meines nahenden Vielleicht-Urlaubs und dem damit verbundenen Autobenutzungswillen das Auto und ich ein paar schneeige Testfahrten machen sollten.
Nach 30 Minuten war das Auto entschneit, frei gekratzt, fahrtüchtig und von seinem Iglu-Häuschen befreit.
Der beste Freund meiner Ma, denn ich denke sie wollte sich im emotionalen Stress um den eventuellen Autoverlust nicht zumuten, übernahm meinen Schneefahrkurs. Vorsichtig und sehr behutsam für ich uns zum Ohlsdorfer Friedhof, der überraschender Weise geräumt, aber doch mit einer Schnee- und Eisschicht ausgestattet war und frei von Streusalz, außerdem nahezu menschenleer.
Nach ein paar friedlichen Eingewöhnungsrunden auf dem immerhin zweitgrößten Friedhof weltweit, läutete der beste Freund der Mutter mit den Worten „So, jetzt wollen wir mal ein bisschen Spaß haben“ das etwas andere Fahrtrainung ein, unterwies mich in der Kunst der Handbremsendrehung, sowie im einwandfreien Ausbrechen.
Keine Sorge, die Straßen sind weit einsehbar und so wurde Schwung geholt, beim Einlenken schwungvoll die Handbremse gezogen, weiter am Lenkrad gekurbelt, bis der Wagen einen u-turn (für Oma, eine 180Grad-Drehung) absolviert hat, dann entgegengelenkt und vorsichtig wieder Gas gegeben, was nach dem circa 80sten Versuch auch ein langsames Vorwärtskommen mit sich führte und massig Stolz.
Meine Rennfahrergene zur Perfektion ausgereift und dann auf rechtwinklige oder Nadelöhrkurven zu, einlenken, energisches Handbremse ziehen und pah Richtungswechsel.
Erstaunlich war das Benehmen der Passanten… Fuhr ich an einem Passant oder einer Passantengruppe vorbei, gesittet und normal um auf der nahenden Freifläche meinen u-turn zu üben um dann wieder löblich vorbildlich an den Passanten zurück zu fahren, nahmen diese zu meinem Leihauto bei meiner Rückfahrt einen viel größeren Sicherheitsabstand. Das soll mal einer verstehen!
Das Fahrtraining und meine Eiseingewöhnung endeten kurz vor sechs, da Punkt sechs die Tore des Friedhofs schließen und ich sonst hätte die ganze Nacht übern müssen, obwohl… Na ja, vielleicht nächstes Mal!
den Vielleicht-Urlaub betrauernd
Januar 31, 2010
Im Lächeljob ist das momentan so…
Die Vormittagsschicht übernimmt eine Kollegin, welche dort quasi seit Anbeginn der Firmengeschichte arbeitet, somit verdiente Rechte hat. Nachmittags ab zwei übernehme ich.
Wir sind also zu zweit, mangels Vertretungskraft, was in Fällen wie Urlaub der Vormittagskollegin, Mickey-Mouse-Stimme der Vormittagskollegin und anderen Krankheiten der Vormittagskollegin, dazu führt dass ich 13 Stunden arbeiten darf. Die Vormittagslächeljobkollegin tut dies nicht (dazu siehe auch Rechte der Vormittagskollegin in Zeile drei).
Nun steht Urlaub an, vom 22.Februar an befindet sich die Vormittagskollegin auf einer Reise ala vierwöchige Expedition in warme afrikanische Gefilde.
Da die Batteriesäure meiner Betriebsbatterien, dank den Massen an Stunden durch Krankheit, Mickey-Mouse-Stimme und Urlaub der Vormittagskollegin aber nahezu aufgebraucht sind, wollte ich vorher schnell die zweite Woche des Februars Urlaub machen.
Doch meine Chancen auf Urlaub schwinden.
Dank dem Outsourcen von Arbeitskräften, gehöre auch ich zum geliehenen Mitarbeiterkreis und mein Chef (der vom Outsourceverein) müsste meiner Chefin (der Firma, in der sich mein Lächeljobarbeitsplatz befindet) jemanden vorstellen, sie alias die Chefin müsste diesen jemanden für geeignet befinden, ich müsste diesen jemand eine Woche einarbeiten und die Vormittagskollegin müsste diesen jemand auch noch einen halben Tag begutachten und ihren Segen geben.
Morgen ist Montag, Montag der ersten Woche im Februar, die Woche drauf habe ich also Vielleicht-Urlaub (langfristig angekündigt). Die Alternativbesetzung wurde noch nicht vorgestellt, noch nicht für gut befunden und von eingearbeitet gar abgesegnet kann auch nicht die Rede sein.
Ich trage also schwarz, bin voll von Trauer um meinen so verdienten Vielleicht-Urlaub, dessen Chancen auf Nehmbarkeit weit unter die 25%Prozenthürde gefallen sind und denke mir still: Outsourcing sucks!